Film-Tipp
In „Backrooms“ bringen gelbe Bürowände den Zuschauer zum Gruseln

Inga Kjer/dpa
Im Film irrt die Hauptfigur Clark in scheinbar unendlich großen Räumen umher. Dabei findet er auch Möbel uas seinem Laden. Die Story packt den Zuschauer von Anfang an. (Symbolbild)
Darum geht’s: Der Protagonist Clark lebt allein in seinem Möbelladen. Er ist psychisch krank und hat außer seinen Mitarbeitern und seiner Psychologin Dr. Mary Kline nahezu keine Bezugspersonen. Nach Problemen mit dem Sicherungskasten entdeckt er in seinem Keller plötzlich eine durchgehbare Wand, die ihn direkt in offenbar unendlich verlaufende Räume bringt. Sie ähneln leeren Bürozimmern und sind gefüllt mit eigenartig gestapelten Möbeln aus seinem Laden, die im Boden versunken oder zusammengewachsen sind. Die Formationen aus Tunneln und Räumen erstrecken sich in jede Himmelsrichtung.
Clark entwickelt eine regelrechte Obsession mit den „Backrooms“. Er verbringt Tag und Nacht darin, erkundet Gänge und erstellt sogar eine Karte des bereits erforschten Gebiets. Als er einige Tage später seiner Psychologin davon erzählt, glaubt sie ihm nicht. Er will als Beweis etwas aus den Räumen mitbringen. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin und deren Freund erkundet er tiefer als je zuvor einen der Schächte. Dabei bemerken sie, was vielen Fans der Serie bereits klar war: Sie werden beobachtet und sind nicht allein.
Das Besondere: Das Internet-Phänomen wurde bereits in unzähligen Videospielen, Geschichten und Kurzfilmen aufgearbeitet. Letztere haben den 21-jährigen Regisseur Kane Parsons auf YouTube berühmt gemacht. Im Alter von 16 Jahren startete er die Serie über die unheimlichen Räume auf der Videoplattform. Der Beginn des Kinofilms ist eine Hommage daran. Er ist im „Found-Footage-Stil“ gefilmt, bei dem der Zuschauer die Geschichte aus der Ego-Perspektive einer Kamera erlebt. Durch das vermeintlich echte, wiedergefundene Videomaterial und ohne zusätzliche Hintergrundmusik entsteht der Eindruck, die Umgebung sei tatsächlich real.
Fazit: Die Geschichte um die „Backrooms“ baut langsam Spannung auf. So wird über die ganze Laufzeit Unbehagen erzeugt, was das Genre des Psychologischen Horrors ausmacht. Für einige Zuschauer kann das aber auch langweilig wirken. Vor allem das letzte Drittel hat den einen oder anderen gruseligen Moment auf Lager und erzeugt Nervenkitzel. Ein offenes Ende liefert Raum für viele Spekulationen. Ohne Vorwissen über die Serie könnten einige Zuschauer wohl ein großes Fragezeichen im Kopf haben, wenn sie das Kino verlassen. Dafür gibt es online zahlreiche Erklärungen von Fans.
„Backrooms“, Länge: 110 Minuten, ab 25. September verfügbar auf DVD, Blu-ray und Prime Video, freigegeben ab 16 Jahren.









