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Gedicht: Die Seele des Winters

Emily Hettler (15) schreibt ein Gedicht über den Winter.

Emily Hettler (15) schreibt ein Gedicht über den Winter.

Von Emily Hettler

An der Seite der Straße türmen sich die Haufen

aus Schnee,

aufgerichtet

durch die Schneeräumer, die überall durch die Straßen rauschen.

Die weiße, geschlossene Schneedecke,

die sich über alle Wege gelegt hat

wird durchbrochen,

entfernt,

durch Schaufeln

von Menschenhand geführt.

Die Straßen,

die sich wie Lebensadern durch die Stadt ziehen,

werden befreit

vom Eis

durch Salz,

sodass der Fluss des Blutes wieder funktioniert.

Doch was gibt uns das Recht

diese Schönheit,

dieses Wintertreiben,

dieses Naturwunder,

zu beseitigen,

zu vernichten,

zu zerstören?

Wissen wir eigentlich genau,

welches komplexe System hinter jeder einzelnen

Schneeflocke,

Eisblume,

gefrorenen Pfütze

steckt?

Der Schnee hat seinen Platz

In der Natur

Wie jedes andere Wesen,

jede andere Lebensform,

ja sogar der Mensch.

Die Schönheit,

Ruhe,

Friedlichkeit,

die er mit sich bringt

sollte uns zum Nachdenken bringen

über unsere

Hektik,

Kontrollzwang,

Hast.

Was zählt wirklich auf der Welt?

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