Serien-Tipp

Die Serie „Foundation“ bringt Science-Fiction an ihr Limit

Raumschiffe, die schwarze Löcher erzeugen können, Städte so groß wie Planeten, eine geklonte Dynastie in der Apple TV+-Serie kommen Sifi-Fans voll auf ihre Kosten.

Nach Berechnungen droht der Galaxie der Untergang. Nur die Foundation kann ihn verhindern.

Nach Berechnungen droht der Galaxie der Untergang. Nur die Foundation kann ihn verhindern.

Darum geht’s: Ihren genauen Ursprungsort weiß die Menschheit nicht mehr. Sie ist auf einem technologischen Level, das Leben weit über die gesamte Galaxie verteilt ermöglicht. Zehntausende Planeten stehen unter der Kontrolle einer einzigen Person, die seit Hunderten von Jahren geklont wird.

Inmitten dieser riesigen Welt lebt eine junge Frau namens Gaal. Sie soll nach Trantor kommen, dem Hauptstadtplaneten der Galaxie, um für Mathematiker Hari Seldon zu arbeiten. Mithilfe der Psychohistorie, einer Mischung aus Mathematik und Psychologie, hat dieser das Verhalten gigantischer Menschenmassen über Jahrtausende hinweg berechnet. Sie sagt voraus, dass das gesamte galaktische Imperium, Wohnort für über acht Billionen Menschen, in nur kurzer Zeit untergehen wird. Um das darauffolgende „dunkle Zeitalter“ voller Barbarei und technologischem Verlust so gut wie möglich zu verkürzen, will er die „Foundation“ gründen, einen Hort des Wissens.

Als die autoritäre genetische Dynastie davon erfährt und ihre Macht in Gefahr sieht, werden die beiden und ihre Anhänger an den Rand des Imperiums verbannt. Gestrandet auf dem Planeten Terminus, müssen sie es schaffen, gegen ein gigantisches Regime anzukämpfen, während die gesamte Galaxie in Gefahr schwebt. Schnell bemerken sie, dass der Zusammenbruch der Zivilisation unaufhaltbar ist und ein Schlüsselpunkt, die erste von insgesamt acht Krisen, kurz bevorsteht.

Das Besondere: Basierend auf den im Jahr 1950 verfassten Romanen von Isaac Asimov wird in „Foundation“ eine Geschichte erzählt, die sich über Jahrtausende spannt. Sie ist vollgepackt mit atemberaubenden Bildern sowie fantastischer Musik. Vor allem die am Computer erzeugten Effekte sind ein absolutes Highlight. Sie zeigen eine Welt, die dystopisch ist, aber trotzdem wunderschön wirkt.

Fazit: Asimov gilt nicht ohne Grund als Vater der modernen Science-Fiction. Wem Star Wars oder Dune gefallen haben, der sollte „Foundation“ auf jeden Fall eine Chance geben. Die jahrelangen Wartezeiten auf die folgenden Staffeln sind hier mehr als gerechtfertigt. Wenn die Serie weiterhin auf diesem Standard abliefert, könnte sie eine der besten Buchadaptionen jemals werden.

„Foundation“, drei Staffeln mit je zehn Folgen à 55 bis 60 Minuten, verfügbar auf Apple TV+, freigegeben ab 16 Jahren.

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