Buch-Tipp
„Als die Welt uns gehörte“ ist ein Jugendbuch über den zweiten Weltkrieg

Fischer Sauerländer
„Als die Welt uns gehörte: Drei Freunde, zwei Seiten, eine Erinnerung“, von Liz Kessler, erschienen bei Fischer Sauerländer.
Darum geht’s: Drei Kinder, drei Schicksale und eine besondere Freundschaft. Wien, 1936: Leo, Elsa und Max sind seit Jahren unzertrennlich. Sie verbringen jede freie Minute miteinander und glauben fest daran, dass ihre Freundschaft ewig hält. Doch mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus werden den Freunden etliche Steine in den Weg gelegt.
Während Leo und Elsa als jüdische Kinder verfolgt werden und nun in ständiger Angst leben, gerät Max auf die Seite derjenigen, die ihre Freunde bedrohen.
Das Besondere: Liz Kessler erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und macht so die Gefühlswelt jeder einzelnen Figur nah- und erlebbar. Es ist von der Autorin wunderbar zu lesen, wie dieselben Ereignisse unterschiedliche Menschen zu verschiedenen Schicksalen führen. Besonders bewegend ist, dass der Roman teils auf ihrer eigenen Familiengeschichte beruht. Dadurch wirkt die Handlung besonders emotional und authentisch.
Fazit: „Als die Welt uns gehörte“ ist ein eindringlicher Jugendroman über die Bedeutung von Freundschaft, Menschlichkeit und die Folgen von Ausgrenzung. Liz Kessler schafft es, die Geschichte so emotional und einfühlsam zu erzählen, dass man das Gefühl hat, die Schicksale mitzuerleben. Das Buch zeigt, wie wichtig Zusammenhalt in den dunkelsten Zeiten ist, gerade dann, wenn man das Gefühl hat, dass die Welt auseinanderbricht.




