Kirche und Politik

ZdK verlangt mehr Mut von Regierung

Irme Stetter-Karp führt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). (Archivbild)

Irme Stetter-Karp führt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). (Archivbild)

Von dpa

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich in der politischen Reformdebatte positioniert und von der Bundesregierung mehr Mut eingefordert. Der Sozialstaat dürfe „auch in Zukunft niemanden einfach zurücklassen“, betonte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp zum Auftakt der Vollversammlung des Gremiums in Würzburg laut Redetext.

„Auch wenn es nicht ohne Zumutungen und Einsparungen geht - diese müssen fair verteilt und gut begründet sein“, ergänzte sie. „Dafür brauchen wir eine Regierung, die den Mut hat zu sagen, was Sache ist. Die den Mut hat, nach einem Jahr Regierungsarbeit endlich Reformen offensiv zu gestalten.“ Das ZdK ist das oberste Laiengremium der katholischen Kirche in Deutschland.

Das ZdK blicke mit Sorge auf die öffentlich gewordenen Vorschläge zu geplanten Einschnitten bei den staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen, sagte Stetter-Karp weiter.

Direkt nach der Vollversammlung des ZdK beginnt am Mittwoch (13. Mai) der 104. Katholikentag in Würzburg - unter Federführung des Zentralkomitees. Zu Gast ist dabei unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Innerkirchlich kämpft das ZdK seit Jahren für Reformen und für eine Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Es sei notwendig, sich weiterhin mit dem Thema zu beschäftigen. „Ich habe den Eindruck, dass wir, nicht nur in der Kirche, in eine Phase zunehmender Teilnahmslosigkeit eintreten“, kritisierte Stetter-Karp. „In Gesellschaft, Medien und unseren Reihen breitet sich Ungeduld, ja sogar eine Art Müdigkeit aus. Immer öfter höre ich die Frage, wann denn dieses Thema endlich erledigt sei.“

Erneut positionierte sich das ZdK beim Thema Segensfeiern für homosexuelle Paare. Jüngst hatte Papst Leo XIV. deutlich gemacht, der Vatikan sei mit einer weitergehenden Liberalisierung „nicht einverstanden“. Es sei dem Papst „wohl besonders wichtig, dass es keine Verwechslungsgefahr zwischen einer Segensfeier und einer Trauung geben darf“, erläuterte die ZdK-Präsidentin.

Jedoch: Durch die von ihrem Gremium und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ausgearbeitete Handreichung für Segensfeiern lasse sich „diese Sorge ganz schnell nehmen“, versicherte sie. Es sei ihre Hoffnung, dass es weiterhin an so vielen Orten wie möglich solche Feiern gebe.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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