Kommunalwahl

Vorfall an AfD-Stand - was ist wirklich passiert?

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall laufen noch, dabei wird auch das Video geprüft. (Symbolbild)

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Vorfall laufen noch, dabei wird auch das Video geprüft. (Symbolbild)

Von dpa

Nach einem Vorfall an einem AfD-Infostand in Oberbayern zur Kommunalwahl ist eine Diskussion darüber entbrannt, was sich dort tatsächlich zugetragen hat. Die Polizei ermittelt gegen drei junge Leute, weil diese in Rosenheim einen 70 Jahre alten AfD-Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Rott am Inn angegriffen haben sollen. Ein Video, das den Vorfall zeigen soll, wirft allerdings Fragen auf.

„Rosenheim24“ und „OVB online“ hatten zunächst über das Video berichtet. In diesem ist ein Gerangel zwischen mehreren AfD-Politikern und den Aktivisten um ein Banner zu sehen, wobei der 70-Jährige zu Boden geht und sich das Knie hält.

Das Video sei der Polizei bekannt, sagte ein Sprecher vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Die Ermittlungen zu dem Vorfall liefen noch - und dabei werde natürlich auch das Video herangezogen. Ob dieses authentisch ist oder bearbeitet wurde, können die Ermittler ihm zufolge noch nicht sagen.

Nach Angaben der Polizei in Rosenheim sollen die Aktivisten am Samstag ein Banner vor den Infostand zur Kommunalwahl gehalten haben. Darauf sei es zum Streit gekommen. Schilderungen zufolge seien zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige auf den AfD-Kandidaten körperlich losgegangen, woraufhin dieser zu Boden gestürzt sei, hieß es von der Polizei weiter. Außerdem soll er getreten worden sein.

Das Offene Antifaschistische Plenum Rosenheim wies diese Vorwürfe zurück: Menschen vom AfD-Stand hätten versucht, den Demonstrierenden das Banner zu entreißen. Dabei seien die Aktivistinnen und Aktivisten beleidigt und geschubst worden. Als der AfD-Kandidat im Gerangel gestürzt sei, hätten sich Aktivistinnen erkundigt, wie es ihm gehe.

Der Rosenheimer AfD-Kreisvorsitzende Andreas Winhart teilte auf Nachfrage mit, der AfD-Kandidat Michael Maurer sei vorrangig durch das Ziehen und Drücken der Gegenseite zu Fall gekommen. Ob eine Aktivistin beim Zurückweichen ebenfalls zu seiner Knieverletzung beigetragen habe, werde die Polizei prüfen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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