3. Fußball-Liga

Vom Donau-Angler und bayerischen Rückkehrern

Die Würzburger Kickers ließen es nach der Relegation krachen. (Archivbild)

Die Würzburger Kickers ließen es nach der Relegation krachen. (Archivbild)

Von dpa

Die „Löwen“ sind weg. Nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München wegen einer Finanzierungslücke hat die 3. Fußball-Liga ihren vielleicht schillerndsten Verein verloren. Beim 1. FC Schweinfurt 05 reichte es sportlich einfach nicht, den direkten Absturz in die Regionalliga zu verhindern. Vor dem Auftakt in die neue Saison stellt Bayern aber noch drei Vertreter.

Der FC Ingolstadt hat in der Führungsetage eine Zäsur erlebt. Nach mehr als viereinhalb Jahren trennten sich die Schanzer und Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer. Dafür kam Harald Gärtner zurück, schon von 2007 bis 2019 für den FCI tätig und zuletzt beim MLS-Club Los Angeles FC angestellt. Mit Rigo Hof gibt es seit Juni zudem einen neuen Leiter Kaderplanung und Scouting.

Michael Schiele hofft auf eine sorgenfreie Saison in Würzburg. (Archivbild)
Michael Schiele hofft auf eine sorgenfreie Saison in Würzburg. (Archivbild)
Michael Schiele hofft auf eine sorgenfreie Saison in Würzburg. (Archivbild)
Sabrina Wittmann will mehr als nur Tabellenplatz elf. (Archivbild)
Sabrina Wittmann will mehr als nur Tabellenplatz elf. (Archivbild)
Sabrina Wittmann will mehr als nur Tabellenplatz elf. (Archivbild)
Sascha Hildmann fühlt sich in Regensburg nicht nur beim Angeln wohl. (Archivbild)
Sascha Hildmann fühlt sich in Regensburg nicht nur beim Angeln wohl. (Archivbild)
Sascha Hildmann fühlt sich in Regensburg nicht nur beim Angeln wohl. (Archivbild)

„Man merkt, dass im Haus und außerhalb des Hauses eine positive Stimmung ist, dass sich viele neu mit dem FC Ingolstadt beschäftigen und auf Besserung in der neuen Saison pochen“, sagte Hof dem „Donaukurier“. Verteidiger Jonas Scholz meinte: „Es ist mehr Zug drin. Das tut dem Verein gut.“

Ingolstadt will vor dem Auftaktheimspiel am Samstag (14.00 Uhr) gegen Aufsteiger Würzburger Kickers raus aus dem grauen Mittelmaß - Sabrina Wittmanns Mannschaft schloss vergangene Saison nur als Tabellenelfter ab. Die Vorbereitung verlief jedenfalls ordentlich. Eine Achse mit Markus Ponath im Tor, davor Simon Lorenz, Vinko Sapina und Lars Lokotsch im Sturm steht.

Sascha Hildmann ist längst in der Oberpfalz daheim. Der 54-Jährige hat sich eine Angelkarte für die Donau gekauft und auch dadurch schnell Anschluss gefunden, wie er der „Mittelbayerischen Zeitung“ verriet. „Ich habe mich schnell angepasst und habe das Gefühl, dass ich gut angekommen bin.“

Der langjährige Coach von Preußen Münster übernahm den SSV Jahn Regensburg im März als Nachfolger von Michael Wimmer und schließlich Munier Raychouni. Jetzt hat Hildmann ein ziemlich klares Bild von seiner Mannschaft, die unter anderem in der Offensive vor allem mit Eric Hottmann (Fortuna Düsseldorf) viel Qualität verloren hat.

Dafür kamen für das Mittelfeld Nassim Boujellab (TSV Havelse) oder Patrick Hobsch (1860 München) für den Sturm. Effektivität im Angriff mahnt der Jahn-Coach an, der erneut mit Tabellenplatz zwölf wie zum Abschluss der vergangenen Saison kaum zufrieden sein dürfte. Los geht es am Samstag (14.00 Uhr) bei Viktoria Köln.

Die Trennung von Michael Schiele im September 2020 gilt noch immer als Kardinalfehler der Würzburger Kickers. Felix Magath hatte damals schnell die Geduld verloren. Es folgten wilde Jahre auf der Trainerbank. Im März kam Schiele als Nachfolger von Marc Reitmaier zurück und führte die Unterfranken in der Relegation gegen Lok Leipzig nach einer vierjährigen Abstinenz sofort in die 3. Liga zurück.

Dort wollen die Würzburger auch erstmal bleiben. „Ich bin überzeugt, dass wir mit der Mannschaft, die wir jetzt haben, eine sorgenfreie Saison spielen können“, sagte Schiele der „Main-Post“. Das sollen seine Spieler am Samstag (14.00 Uhr) im schweren Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt gleich zeigen.

In David Kinsombi (30) haben die Kickers einen erfahrenen Mittelfeldspieler aus Paderborn geholt, der das Spiel lenken soll. Mehr als 230 Zweitligaspiele hat er absolviert, er war Schieles Wunschspieler für diese Position. „Diese Saison bei den Kickers wird sicherlich keine One-Man-Show. Wir werden nur dann eine ruhige Saison haben, wenn wir alle von der Nummer eins bis zu jedem Spieler auf der Ersatzbank an einem Strang ziehen“, sagte Kinsombi.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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