Deutschland und Tschechien
Steinmeier und Pavel betonen enge Partnerschaft ihre Staaten

Bernd von Jutrczenka/dpa
Die Präsidenten Deutschlands und Tschechiens betonen die Aussöhnung zwischen ihren Staaten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Tschechiens Präsident Petr Pavel haben die erreichten gutnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten nach einem langwierigen Prozess der Aussöhnung betont. Vor dem Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft im tschechischen Brünn führten beide Staatsoberhäupter ein Telefongespräch miteinander.
„Tschechien und Deutschland verbindet heute eine außergewöhnlich enge und starke Partnerschaft“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die das Bundespräsidialamt in Berlin veröffentlichte. „Wir legen großen Wert auf den Pfad der Versöhnung, den unsere Nationen nach einem dunklen und schmerzhaften Kapitel unserer Geschichte beschritten haben.“
Im Geist von gegenseitigem Verständnis, Respekt und Partnerschaft hätten beide Länder einen weiten Weg zurückgelegt - „und wir glauben, dass auch die bevorstehende Zusammenkunft in Brünn ebendiesen Geist widerspiegeln wird“.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien seien heute durch eine enge und wachsende Zusammenarbeit in Handel, Energie, Industrie und Innovation, Sicherheit und Verteidigung bestimmt - „und vor allem in unserer gemeinsamen europäischen Zukunft“, erklärten beide Präsidenten. „Diesen Weg wollen wir gemeinsam weiterverfolgen.“
Steinmeier war in seiner Amtszeit mehrfach in Tschechien. Er nahm den Angaben zufolge eine Einladung Pavels an, Prag im Laufe des Jahres erneut zu besuchen.
Deutschland und Tschechien verbindet eine schmerzhafte Geschichte miteinander. Die damalige Tschechoslowakei wurde im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt und erlebte den Terror der Nazi-Herrschaft. Nach dem Krieg wurden dann rund drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben.
Es ist das erste Mal, dass die Sudetendeutschen ihr traditionelles Pfingsttreffen in Tschechien abhalten. Dort ist die Zusammenkunft umstritten.








