Vertriebene

Sudetendeutsche feiern Pfingsttreffen erstmals in Tschechien

Der CSU-Politiker und frühere Europaabgeordnete Bernd Posselt ist Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe. (Archivbild)

Der CSU-Politiker und frühere Europaabgeordnete Bernd Posselt ist Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe. (Archivbild)

Von dpa

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft kommt erstmals in Tschechien zu ihrem traditionellen Pfingsttreffen zusammen. Die viertägige Veranstaltung in Brünn (Brno) beginnt am Freitagnachmittag mit Tanz, Musik und einem langen Tisch der Begegnung in einem Stadtpark. Zur Hauptkundgebung auf dem Messegelände am Sonntag wird unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erwartet. Sprecher der Sudetendeutschen ist der CSU-Politiker Bernd Posselt.

Das Motto des sogenannten Sudetendeutschen Tags lautet „Alles ist Begegnung“. Eingeladen wurden die Vertriebenen von dem Dialogfestival „Meeting Brno“. Dies gilt als ein historisches Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen. Doch es wird auch mit rechten Protesten gerechnet. Die Minister der tschechischen Regierung des Milliardärs Andrej Babis wollen dem Treffen fernbleiben.

Schon Ende April waren Menschen in Brünn (Brno) gegen die geplante Veranstaltung auf die Straße gegangen – mit Spruchtafeln wie «Treffen der Sudetendeutschen – eine Schande für Brünn». (Archivbild)
Schon Ende April waren Menschen in Brünn (Brno) gegen die geplante Veranstaltung auf die Straße gegangen – mit Spruchtafeln wie «Treffen der Sudetendeutschen – eine Schande für Brünn». (Archivbild)
Schon Ende April waren Menschen in Brünn (Brno) gegen die geplante Veranstaltung auf die Straße gegangen – mit Spruchtafeln wie «Treffen der Sudetendeutschen – eine Schande für Brünn». (Archivbild)
Ein Flüchtlingszug mit vertriebenen Sudetendeutschen trifft im Durchgangslager Wiesau ein. (Archivbild)
Ein Flüchtlingszug mit vertriebenen Sudetendeutschen trifft im Durchgangslager Wiesau ein. (Archivbild)
Ein Flüchtlingszug mit vertriebenen Sudetendeutschen trifft im Durchgangslager Wiesau ein. (Archivbild)

Rund drei Millionen Sudetendeutsche wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der Nazi-Besatzung aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben. Die meisten fanden in Deutschland eine neue Heimat, nur ein kleiner Teil ging nach Österreich. Bayern übernahm 1954 offiziell die Schirmherrschaft über die Volksgruppe.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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