Spielzeugtrends

Spielwarenmesse - Erwachsene gewinnen an Bedeutung

Actionfiguren gehören zu den Spielwaren, für die sich auch Erwachsene begeistern. (Archivbild)

Actionfiguren gehören zu den Spielwaren, für die sich auch Erwachsene begeistern. (Archivbild)

Von dpa

Erwachsene werden für die Spielwarenbranche zunehmend wichtiger. In vielen Märkten generierten erwachsene Spielzeugfans schon 30 Prozent der Umsätze, sagte der Vorstandssprecher der Spielwarenmesse in Nürnberg, Christian Ulrich. Vor allem seien die Wachstumsraten in diesem Bereich deutlich größer als in den anderen Segmenten der Spielwarenbranche.

Diese trifft sich ab heute in Nürnberg zur weltgrößten Spielwarenmesse. Bis zum 31. Januar präsentieren dort rund 2.300 Aussteller aus fast 70 Ländern dem Fachpublikum ihre Neuheiten. Produkte, die sich gezielt an Jugendliche oder Erwachsene richten, sind in diesem Jahr nach Angaben der Messe erneut ein Schwerpunkt.

Auch der Handel habe dieses Thema mehr und mehr entdeckt, erläuterte Ulrich. Denn es reiche nicht, diese Produkte einfach in klassischen Spielwarengeschäften anzubieten. Diese müssten so präsentiert werden, dass sich die Zielgruppe angesprochen fühle. Es gebe bereits erste Spielwarenketten wie King Jouet in Frankreich, die eigene Filialen nur für Erwachsene aufbauten.

Manche Spielwaren richten sich gezielt an Erwachsene. (Archivbild)
Manche Spielwaren richten sich gezielt an Erwachsene. (Archivbild)
Manche Spielwaren richten sich gezielt an Erwachsene. (Archivbild)
Spielzeug kann für Erwachsene ein Ausgleich zur digitalen Welt sein. (Archivbild)
Spielzeug kann für Erwachsene ein Ausgleich zur digitalen Welt sein. (Archivbild)
Spielzeug kann für Erwachsene ein Ausgleich zur digitalen Welt sein. (Archivbild)

Doch wieso interessieren sich Erwachsene für Spielzeug - also Produkte, die ursprünglich hauptsächlich für Kinder gedacht waren? Ulrich erklärt den Boom unter anderem damit, dass Menschen zwar in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten auf größere Anschaffungen oder teure Urlaube verzichteten, sich aber als Ausgleich gerne kleine Belohnungen gönnten. Gefragt seien vor allem Brettspiele, Actionfiguren zum Sammeln oder Produkte für die kreative Beschäftigung.

Erwachsene griffen heute ganz selbstverständlich zu Spielen und Spielwaren, sagte der Geschäftsführer von Schmidt Spiele, Axel Kaldenhoven. Zum einen suchten diese verstärkt nach einem Gegenpol zur digitalen Welt. „Zum anderen knüpfen viele Erwachsene bewusst an positive Kindheitserinnerungen an und Serien- und Kinofiguren finden so ihren Weg in die Wohnzimmer.“

Wie wichtig die Erwachsenen inzwischen sind, kann Schmidt Spiele bei den Puzzles beziffern: Im vergangenen Jahr sei dieses Segment überdurchschnittlich um 19 Prozent gewachsen, sagte Kaldenhoven. Treiber dabei seien auch die Erwachsenenpuzzles gewesen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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