Viel zu tun

Silvester-Bilanz für Ostbayern: Wo Polizei und Feuerwehren gefordert waren

Eine arbeitsreiche Nacht liegt hinter den Einsatzkräften in Niederbayern und der Oberpfalz. Doch für Silvester-Verhältnisse blieb vielerorts alles im Rahmen. Vor allem ein Trend freut die Polizei.

Im Waldmünchner Ortsteil Herzogau brannte in der Silvesternacht eine Gartenhütte ab.

Im Waldmünchner Ortsteil Herzogau brannte in der Silvesternacht eine Gartenhütte ab.

Von Redaktion idowa

Niederbayern und die Oberpfalz sind überwiegend friedlich in das neue Jahr gestartet. Laut einer ersten Bilanz der beiden zuständigen Polizeipräsidien verzeichneten die Einsatzkräfte in der Silvesternacht zwar zahlreiche Einsätze, die Lage habe sich aber im Rahmen des Üblichen bewegt. Größere Unglücke oder Unfälle habe es nicht gegeben. Erfreulich sei außerdem, dass die Zahl der Angriffe auf Polizisten im Vergleich zu den vergangenen Jahren spürbar gesunken sei. 

In der Oberpfalz zählte die Einsatzzentrale in der Silvesternacht über 300 Einsätze. Den Großteil davon machten demnach kleine Brände, Ruhestörungen oder Sachbeschädigungen aus. Vor allem in der Regensburger Innenstadt sei die Atmosphäre sehr friedlich gewesen. Das Abbrennverbot von Feuerwerk sei überwiegend eingehalten worden, zudem war der Andrang laut Polizei spürbar geringer als in den Vorjahren. Nach Mitternacht habe sich die Lage kaum von einer normalen Samstagnacht unterschieden. 

Zu einem größeren Brandfall kam es in Grafenwiesen (Kreis Cham), wo gegen 20 Uhr ein Wintergartenanbau eines Wohnhauses in Brand geriet. Zwar wurde niemand verletzt, der Schaden wird aber auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Auch in Herzogau war die Feuerwehr gefordert, dort brannte gegen 4 Uhr eine Gartenhütte ab. Die Löscharbeiten wurden dabei durch Temperaturen von minus zehn Grad deutlich erschwert. 

Die Regensburger Feuerwehr zählte in der Silvesternacht 47 Einsätze. Bis auf zwei beinahe gleichzeitig gemeldete Containerbrände am Neujahrsmorgen, bei denen die Flammen auch auf ein Wohnhaus überzugreifen drohten, sei die Lage allerdings überschaubar gewesen. Auch die Feuerwehr hebt positiv hervor, dass es anders als in den Vorjahren zu keinerlei Übergriffen auf Einsatzkräfte gekommen sei. 

Für Niederbayern konnte die Polizei am Donnerstagmittag noch keine konkreten Zahlen nennen, sprach aber von „zahlreichen Einsätzen“ in der Nacht. Den Großteil hätten dabei kleine Brände wie etwa von Hecken oder Papiertonnen ausgemacht. Personen seien, soweit bislang bekannt, nicht verletzt worden. Auch Angriffe auf Polizisten seien erfreulicherweise nicht bekannt. 

Laut der Landshuter Feuerwehr sei das diesjährige Silvester deutlich ruhiger verlaufen als in den vergangenen Jahren. Nur elf Einsätze wurden gezählt, alle seien ohne größere Schäden abgelaufen. Der dramatischste Fall war hier noch eine brennende Isolierung in der Klötzlmüllerstraße, die aber von aufmerksamen Nachbarn schnell entdeckt wurde.

Die Straubinger Polizei meldete ebenfalls nur mehrere Kleinbrände. Diese hätten alle zügig gelöscht werden können. Einen ungewöhnlichen Einsatz verzeichnete die Polizei in Kelheim: Dort verriet sich eine Gruppe Jugendlicher, die auf einer Wiese gezündelt hatten, unfreiwillig selbst - durch ein Snapchat-Video. 

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