Mit besonderer Attraktion

Sanierung statt Abriss - Münchner Arabellahaus wird erhalten

Die Fassade des Arabellahauses und der Eingang zum mittlerweile umbenannten Hotel in dem 73 Meter hohen Gebäude im Jahr 2013. Ab 2013 soll aufwändig saniert werden. (Archiv)

Die Fassade des Arabellahauses und der Eingang zum mittlerweile umbenannten Hotel in dem 73 Meter hohen Gebäude im Jahr 2013. Ab 2013 soll aufwändig saniert werden. (Archiv)

Von dpa

Eines der größten Hochhäuser Bayerns wird nun doch nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen. Die zum Familienkonzern Schörghuber gehörende Bayerische Hausbau Real Estate will das 1969 vollendete Münchner Arabellahaus mit seinen 87.000 Quadratmetern Fläche erhalten und vollständig sanieren, wie das Unternehmen miteilte. Besondere Attraktion: Außen an der 157 Meter langen Fassade soll eine 200 Meter lange Rolltreppenanlage vom Erdgeschoss bis zum Dach in 73 Metern Höhe führen. Die begrünte Dachterrasse soll künftig öffentlich zugänglich sein.

Bis dahin werden allerdings noch viele Jahre vergehen: Die Sanierung soll 2030 beginnen und 2034 abgeschlossen werden. Das Arabellahaus ist 23 Stockwerke hoch und beherbergt unter anderem ein großes Hotel, eine Klinik im 19. Stock, Geschäfte, Restaurants und Wohnungen. Gedacht war das Gebäude im Zeitgeist der 1960er Jahre als „Stadt in der Stadt“. Der Keller ging in die Musikgeschichte ein, denn in den dort beheimateten Musicland Studios nahmen in den 1970er und 1980er Jahren mehrere bekannte Bands Alben auf, darunter die Rolling Stones, Queen und Led Zeppelin.

Wie andere Hochhäuser der 1960er und 1970er Jahre ist das Arabellahaus nur auf eine Nutzungsdauer von wenigen Jahrzehnten ausgelegt. Daher hatte die Bayerische Hausbau ursprünglich für dieses Jahr den Abriss geplant, den Termin aber später auf 2030 verschoben. Nun sollen unter anderem die Fassaden komplett erneuert und ein „Auge“ in Form eines Durchbruchs über mehrere Stockwerke geschaffen werden. Außerdem wird ein Teil der bisher gewerblich genutzten Fläche in Wohnungen mit insgesamt 16.500 Quadratmetern umgewandelt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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