Neuerlicher Dämpfer
pbb: Irankrieg schlägt auf Gewerbeimmobilienmarkt durch

Sven Hoppe/dpa
Das Logo der Deutschen Pfandbriefbank. Die Finanzierung von Gewerbeimmobilien ist seit Jahren ein schwieriges Geschäft, der Irankrieg bedeutet einen neuerlichen Dämpfer. (Symbolbild)
Die negativen Folgen des Irankriegs für Europas Wirtschaft erfassen mittlerweile auch den seit Jahren schwachen Gewerbeimmobilienmarkt. Die Investoren seien in den letzten Monaten bereits vorsichtig zurückhaltend gewesen, sagte Kay Wolf, der Vorstandschef der Deutschen Pfandbriefbank (pbb). „So bleibt nicht auszuschließen, dass erste Vorhaben nun pausiert oder auch ganz ausgesetzt werden.“ Die pbb sei schon vor zwei Jahren von einer eher schleppenden Erholung der Immobilienmärkte ausgegangen. „Stand heute ist der weitere Blick nach vorn leider nicht besser.“
Die in Garching vor den Toren Münchens ansässige Pfandbriefbank ist auf die Finanzierung von Gewerbeimmobilien spezialisiert, das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren schwer unter einer missglückten Expansion in die USA gelitten. Die pbb war kurz vor Beginn der Corona-Pandemie in den US-Markt eingestiegen, und damit in den Strudel der pandemiebedingten Krise auf dem dortigen Gewerbeimmobilienmarkt geraten. Mittlerweile hat die Bank wieder den Rückzug aus den USA angetreten, mit den Folgekosten hat das Unternehmen nach wie vor zu kämpfen.
Im ersten Quartal sank der Gewinn auf nur noch fünf MiIlionen Euro, nach 24 Millionen ein Jahr zuvor. Auf der positiven Seite legte das Neugeschäft um fast ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro zu. „Unser Neugeschäft wächst und es wächst profitabel“, sagte Vorstandschef Wolf. Die Pfandbriefbank peilt für das gesamte Jahr einen Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro an, im ersten Quartal verdiente die Bank vor Steuern gerade einmal 6 Millionen Euro.








