Katholische Kirche

Neuer Eichstätter Bischof bleibt beim Zölibat vage

Christian Würtz ist vom Papst zum Eichstätter Bischof ernannt worden. (Archivbild)

Christian Würtz ist vom Papst zum Eichstätter Bischof ernannt worden. (Archivbild)

Von dpa

Der frisch ernannte Eichstätter Bischof Christian Würtz macht Werbung für den Priesterberuf, positioniert sich aber nicht eindeutig beim Thema Zölibat. „Der Priesterberuf ist ein wirklich sehr schöner Beruf“, sagte er dem Radiosender Bayern 2 in der Sendung „Glauben Zweifeln Leben“. Er sei in seinen 20 Jahren als Priester an verschiedenen Einsatzorten gewesen „und habe es keinen Tag bereut“.

Es sei eines der Probleme, dass das Image der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren sehr gelitten habe. Das Positive käme dadurch oft nicht zum Vorschein. Er könne sich keinen schöneren Beruf vorstellen, als Priester zu sein.

Würtz war 2019 zum Weihbischof von Freiburg ernannt worden. Vergangene Woche gab der Vatikan bekannt, dass der 55-Jährige künftig das Bistum Eichstätt führt. Dort war vor 13 Monaten Gregor Maria Hanke zurückgetreten.

Auf die Frage, ob man den Zölibat, die Pflicht zur Enthaltsamkeit und Ehelosigkeit, lockern sollte, gab Würtz keine eindeutige Antwort. Dies sei eine „spannende Frage“ und es gebe verschiedene Modelle. Man müsse sehr genau abwägen: Was gebe man auf, was gewinne man, wenn man die Verpflichtung lockere? Das sei die Frage, die die Kirche in nächster Zeit noch einmal stark beschäftigen werde.

Beim Reformprozess Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland hatte Würtz als Weihbischof einige Punkte befürwortet - etwa die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare oder die Predigt von Laien in Messen. Sein Vorgänger in Eichstätt dagegen hatte sich gegen derlei Reformbestrebungen gewandt. Einen großen Kontrast zu Hanke wollte Würtz nicht aufbauen. „Das ist mir durchaus bewusst, dass Bischof Gregor Maria in manchem anders abgestimmt hat“, aber es gehe zu weit, daraus grundlegende Differenzen abzuleiten. Es gehe ja um hochkomplexe theologische Fragen.

Ein Bischof habe die Aufgabe, „Diener der Einheit“ zu sein. Es sei ihm wichtig, sich jetzt nicht in Flügelkämpfen zu verlieren, sondern nach dem Verbindenden zu suchen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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