Geschäft mit der Wiesn

München stellt 450 Oktoberfest-Lizenzen für Influencer aus

Hummels feierte mit Lizenz.

Hummels feierte mit Lizenz.

Von dpa

Die Stadt München hat mit Oktoberfest-Lizenzen für Influencer mehr als 100.000 Euro eingenommen. Die Einnahmen lagen im niedrigen sechsstelligen Bereich, wie eine Sprecherin des Münchner Wirtschaftsreferates der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Gelder sollen nun zweckgebunden in den Schutz der Marke Oktoberfest fließen.

Bis zum Tag nach dem Ende der Wiesn seien rund 450 Influencer- und Werbe- beziehungsweise Unternehmenslizenzen erteilt worden - allerdings könnten es noch mehr werden.

Nachträgliche Lizenzen teurer

Nachträgliche Lizenzen für diejenigen, deren Wiesn-Posts von der Stadt entdeckt werden, kosten nach Angaben des Referates mehr: „Vorab nicht lizenzierter Content muss nachlizenziert werden und wird aufgrund des höheren Aufwands teurer.“ Die Auswertung und Zusammenfassung des gesamten Projekts werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „So läuft zum Beispiel immer noch das Screening“, sagte die Sprecherin.

Einen «Freifahrtschein» gab es für die Gäste von Cathy Hummels. (Archivbild)
Einen «Freifahrtschein» gab es für die Gäste von Cathy Hummels. (Archivbild)
Einen «Freifahrtschein» gab es für die Gäste von Cathy Hummels. (Archivbild)
Wer mit der Wiesn verdient, soll sich laut Stadt auch beteiligen. (Archivbild)
Wer mit der Wiesn verdient, soll sich laut Stadt auch beteiligen. (Archivbild)
Wer mit der Wiesn verdient, soll sich laut Stadt auch beteiligen. (Archivbild)

In welchem Kostenrahmen sich die einzelnen Lizenzen bewegen, ist unbekannt, weil die Landeshauptstadt bei Verträgen mit Dritten keine konkreten Summen nennt. Es gebe auch eine Bagatellgrenze für den Fall, dass ein Wiesn-Post finanziell nicht sonderlich viel abwerfe, hieß es.

„Basis der Lizenzkosten sind immer die Einnahmen, die mit dem Posting generiert werden. Die genaue Berechnung hängt dann von verschiedenen Parametern ab, wie der Reichweite oder die Art der Monetarisierung auf einer Plattform.“

Die Neuregelung hatte bei Influencern Aufregung ausgelöst. Wer mit Social-Media-Inhalten unmittelbar oder mittelbar kommerzielle Zwecke verfolgt - etwa durch Sponsoring, Kooperationen oder Produktplatzierungen - der braucht für die Wiesn seit diesem Jahr eine Genehmigung. Schließlich stecke hinter Veröffentlichungen auf Plattformen wie Youtube und TikTok mittlerweile ein eigener Wirtschaftszweig, hieß es von der Stadt.

„Wer mit unserem Fest Geld verdient, muss sich beteiligen“

„Natürlich dürfen Influencer vom Oktoberfest posten. Wir freuen uns auch, wenn Eindrücke unseres schönen Festes nach außen gegeben werden“, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsreferates. „Wer aber mit unserem Fest Geld verdient, muss sich auch daran beteiligen. Das gilt für unsere Wirte und Schausteller selbstverständlich ebenso wie für Influencer - und zwar dann, wenn sie mit einem Posting direkt Geld verdienen.“

Das betraf in diesem Jahr auch Ex-Spielerfrau Cathy Hummels. Die Influencerin zahlte Lizenzgebühren für ihren „Wiesen-Bummel“ und kaufte damit einen „Freifahrtschein“ für ihre Gäste gleich dazu.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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