Verkehr

Kröten wandern wieder: Schutzzäune an mehreren Straßen in Niederbayern

Kröten, Frösche und Molche wandern wieder. Schutzzäune sollen sie vor Straßenverkehr schützen. 

Kröten, Frösche und Molche wandern wieder. Schutzzäune sollen sie vor Straßenverkehr schützen. 

Von Redaktion idowa

Die ersten Kröten sind bereits unterwegs: Mit den milden Frühlingstemperaturen hat in Niederbayern die Amphibienwanderung begonnen. Damit die Tiere auf dem Weg zu ihren Laichgewässern nicht auf Straßen verenden, stellt das Staatliche Bauamt Passau an mehreren Orten Schutzzäune auf.

Wie das Bauamt mitteilt, bestehen an einigen Straßen dauerhafte Anlagen. Zusätzlich werden derzeit mobile Amphibienschutzzäune aufgebaut. Ehrenamtliche Helfer bringen die Tiere dort sicher über die Fahrbahn. Für die temporären Anlagen werden Metallstangen in den Boden gesetzt, in die etwa 40 Zentimeter hohe Plastikplanen eingehängt werden. Das untere Ende liegt dicht am Boden auf. In regelmäßigen Abständen sind Eimer ebenerdig in den Boden eingelassen. Wandernde Amphibien laufen entlang des Zauns auf der Suche nach einer Öffnung und fallen dabei in die Eimer. Von dort sammeln freiwillige Helfer die Tiere ein und tragen sie über die Straße.

Die ersten Schutzzäune sind nach Angaben des Bauamts bereits aufgestellt und werden von Freiwilligen betreut. Weitere Anlagen sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen.

Mobile Schutzzäune stehen unter anderem an folgenden Straßen:

  • St 2319 bei Hörreut (Landkreis Passau)
  • St 2127 bei Ringelai (Landkreis Freyung-Grafenau)
  • St 2321 beim Biberbach (Landkreis Freyung-Grafenau)
  • St 2322 bei Zenting (Landkreis Freyung-Grafenau)
  • St 2630 zwischen Grainet und Fürholz (Landkreis Freyung-Grafenau)
  • St 2134 Einfahrt Kobelau (Landkreis Regen)
  • St 2135 Reinhardtsmais–Schlossau (Landkreis Regen)
  • St 2140 Weihermühle (Landkreis Regen)
  • REG 9 bei Abtschlag (Landkreis Regen)

Während der Wanderzeit bittet das Bauamt Autofahrer um besondere Aufmerksamkeit. Amphibien sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden unterwegs, besonders bei Temperaturen über fünf Grad und feuchter Witterung. Zu dieser Zeit seien auch viele Helfer im Einsatz.

Warnschilder weisen entlang der bekannten Wanderrouten auf die Situation hin. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in diesen Bereichen langsamer zu fahren.
Die Amphibienwanderung dauert in der Regel nur wenige Wochen. Danach werden die mobilen Zäune wieder abgebaut und für den Einsatz im nächsten Jahr eingelagert.

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