Urteil verkündet
Frauen und Kind in Passau angefahren: Haftstrafe für Ex-Partner

Armin Weigel/dpa
Vor dem Landgericht Passau ist ein Mann zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er mit seinem Auto seine Ex-Partnerin, seine Tochter und eine Freundin seiner Ex-Partnerin angefahren hat. (Archivbild)
Weil er mit seinem Auto seine Ex-Partnerin und deren Freundin angefahren und schwer verletzt hat, ist ein Mann vor dem Landgericht Passau zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sprachen ihn des versuchten Mordes an der Freundin und des versuchten Totschlags an der Ex-Partnerin sowie der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig. Auch die Tochter des Angeklagten war bei dem Vorfall im Juni 2025 verletzt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Iraker war mit seinem Auto in der Passauer Innenstadt auf seine Ex-Partnerin und die gemeinsame, fünfjährige Tochter sowie eine Freundin zugefahren. Die beiden Frauen wurden schwer, das Kind leicht verletzt. Nachdem der Mann die Frauen angefahren hatte, war er laut Anklage aus dem Wagen ausgestiegen und hatte seine halb unter dem Auto liegende Ex-Partnerin geschlagen und getreten.
Der Staatsanwalt hatte elf Jahre Haft unter anderem wegen zweifachen versuchten Mordes gefordert. Er sah die Mordmerkmale Heimtücke, niedrige Beweggründe sowie gemeingefährliche Mittel verwirklicht. Motiv sei gewesen, dass der bei der Tat 48 Jahre alte Iraker die Trennung und die Übertragung des Sorgerechts für die Tochter auf seine Ex-Partnerin nicht akzeptieren wollte. Der Verteidiger plädierte auf maximal neun Jahre und fünf Monate Gefängnis.











