2. Fußball-Bundesliga
Kloses Nürnbergern fehlt der „Punch“ - Scobel ärgert sich
Unzufrieden war Miroslav Klose nach dem verpassten Startrekord nicht. Selbst wenn der Trainer des 1. FC Nürnberg mit seiner jungen Mannschaft gerne auch den vierten Sieg im vierten Spiel der noch jungen Zweitligasaison geholt hätte. Mit dem 2:2 (1:1) vor 11.700 Zuschauern bei Holstein Kiel bleiben die Club-Fußballer aber ungeschlagen und sind weiter in der Spitzengruppe.
„Ich glaube, es war ein ausgeglichenes Spiel. Kiel hätte durchaus mit 3:2 in Führung gehen können, wir hatten aber auch einige Chancen auf dieses Führungstor“, meinte Klose nach dem Schlusspfiff. „Im Großen und Ganzen haben die Zuschauer ein gutes Spiel gesehen.“ Eines, in dem die Nürnberger den möglichen „Lucky Punch“ verpassten und sich Ende Oktober auf ein Zweitrundenduell im DFB-Pokal bei Bayer 04 Leverkusen freuen dürfen.
Wieder Markhiev aus der Distanz
Es dauerte nur etwas mehr als 30 Sekunden, bis der Club die erste Großchance hatte. Mohamed Ali Zoma scheiterte aber aus kurzer Distanz am Kieler Keeper Timon Weiner. Danach wurde Holstein stärker, doch der finnische Nationalspieler Adam Markhiev sorgte in der 41. Minute mit seinem Distanzschuss für die Führung der Gäste. Es war bereits sein drittes Saisontor. Die „Störche“ zeigten sich unbeeindruckt und glichen durch einen Kopfball von Phil Harres (45.+1) in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch aus.
Beide Teams starteten fehlerbehaftet in den zweiten Abschnitt. Sowohl bei Kiels Führung durch Adrian Kapralik (50.) als auch beim Nürnberger Ausgleich durch den gebürtigen Schleswig-Holsteiner Piet Scobel (56.) sahen die Abwehrreihen nicht gut aus.
Der 21 Jahre alte Scobel hatte in der 68. und der 83. Minute große Chancen zur erneuten Gästeführung. Sein Schuss und sein Kopfball gingen aber nicht ins Netz. „Ich freue mich natürlich über mein Tor“, sagte Scobel, haderte aber vor allem mit der verpassten Gelegenheit in der 68. Minute. „Die große Chance muss ich natürlich machen, das ärgert mich. Ich habe ihn nicht ganz getroffen und habe keinen Druck auf den Ball bekommen.“
Der Club will demütig bleiben
Die Nürnberger erlaubten den Hausherren bei Standards zu viele Chancen. Sie hätten aber selbst noch zuschlagen können. „Der letzte Punch in der Schlussphase hat uns leider etwas gefehlt. Insgesamt geht das 2:2 aber in Ordnung, da Kiel auch gute Möglichkeiten hatte“, meinte Torwart Jan Reichert. „Es ist ein gerechtes Unentschieden. Am Ende sind wir froh, dass wir den Punkt mitnehmen und seit vier Spieltagen ungeschlagen sind.“
Ihre starke Auftaktbilanz können Kloses Nürnberger, die zuletzt in der Saison 1999/2000 zehn Punkte nach den ersten vier Spielen hatten, im Heimspiel am Freitag gegen Hannover 96 ausbauen. „Wir arbeiten Woche für Woche an unserem Spiel“, berichtete Reichert. „Der gute Start tut uns natürlich gut, dennoch tun wir gut daran, auf dem Boden zu bleiben und alles richtig einzuordnen. Man braucht neben einem Selbstverständnis auch Demut.“











