Gewässerschutz-Einsatz
Fahrgastschiff-Kapitän pumpt versehentlich Diesel bei Passau in die Donau

Verkehrspolizeiinspektion Passau
Der Kapitän wollte Ballastwasser ablassen. Stattdessen lief ein treibstoffversetztes Gemisch aus.

Am Samstagvormittag kam es an der Passauer Altstadtlände zu einem Gewässerschutz-Einsatz. Aus einem unter Schweizer Flagge fahrenden Fahrgastkabinenschiff wurden schätzungsweise zwischen 1.000 und 5.000 Liter eines Wasser-Kraftstoff-Gemischs direkt in die Donau gepumpt.
Laut Polizeibericht habe der Kapitän beabsichtigt, Ballastwasser aus einem Tank abzulassen. Ein routinemäßiger Vorgang in der Schifffahrt um Schiffe zu trimmen. Statt reinem Flusswasser trat dabei jedoch ein treibstoffversetztes Gemisch aus. Wie der Schiffsdiesel in den Ballasttank gelangen konnte, sei derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus der Stadt sowie dem Landkreis Passau reagierten umgehend und verlegten Ölsperren um die an der Kaimauer liegenden Schiffe. Aufgrund des aktuellen Niedrigwassers der Donau sei die Fließgeschwindigkeit des Flusses sehr gering. Drohnenaufnahmen der Feuerwehr zeigten einen Ölfilm, der sich bis zur Ortsspitze erstreckte. Der typische Geruch von Treibstoff sei auch flussabwärts im Stadtgebiet deutlich wahrnehmbar.
Die Polizei weißt darauf hin, dass es auch in den kommenden Tagen im Bereich der Altstadt weiterhin zu leichten Geruchsbelästigungen kommen kann.











