Jugendproteste

Gen Z protestiert: Junge Freie Wähler warnen vor Vorurteilen

Junge Menschen wollen an diesem Samstag in vielen deutschen Städten auf die Straße gehen. (Symbolbild)

Junge Menschen wollen an diesem Samstag in vielen deutschen Städten auf die Straße gehen. (Symbolbild)

Autorenprofile
Von dpa

Die Jungen Freien Wähler in Bayern richten sich mit Blick auf die geplanten Proteste der Generation Z gegen Vorverurteilungen. „Wer sich für seine Interessen starkmacht, handelt legitim und verdient Gehör statt pauschaler Verdächtigungen“, teilte die Jugendorganisation der Freien Wähler mit. „Die Sorgen sind echt. Marode Schulen, hohe Preise und Wohnungsnot beschäftigen Jugendliche und junge Erwachsene auch in Bayern.“

Vandalismus, Gewalt und Attacken auf Einsatzkräfte dürften aber kein Mittel sein, um politische Forderungen in die Schlagzeilen zu bringen.

„Es wird richtig geil“

Die Initiative „Gen Z regelt“, die auch die Demo in München organisiert, lehnt aber ohnehin Ausschreitungen ab. Die Bewegung habe eine klare Leitlinie, wonach die Proteste ohne jegliche Gewalt ablaufen sollten, hatte der Münchner Mitorganisator Steve am Vortag erklärt. Man werde „friedlich protestieren“.

Die Initiative «Gen Z regelt» hofft auf einen friedlichen Protest.
Die Initiative «Gen Z regelt» hofft auf einen friedlichen Protest.
Die Initiative «Gen Z regelt» hofft auf einen friedlichen Protest.
Der Münchner Mitorganisator Steve ärgert sich über einen pauschalen Gewaltverdacht.
Der Münchner Mitorganisator Steve ärgert sich über einen pauschalen Gewaltverdacht.
Der Münchner Mitorganisator Steve ärgert sich über einen pauschalen Gewaltverdacht.

Dass trotzdem ständig von Gewalt die Rede ist, ärgert den 18-Jährigen. Man werde nicht ernst genommen. „Keiner will sich mit uns um die Inhalte kümmern, sondern es ist immer nur das Thema Gewalt auf der Agenda.“

In der Telegram-Gruppe der Münchner Veranstaltung heißt es: „Wir freuen uns auf euch und erwarten eine ruhige Demonstration.“ Und: „Es wird richtig geil“.

Am bundesweiten Protesttag soll es am Nachmittag neben München auch Versammlungen in Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Rosenheim geben. Bei manchen Geschäftsleuten geht die Angst um, dass es ähnlich wie in Frankreich zu Ausschreitungen kommen könnte - auch wenn die Polizei erklärte, ihr seien keine Gewaltaufrufe bekannt.

Gastronom: Wird sicher nicht „so schlimm“

Ein Gastronom postete dennoch auf Instagram ein Video mit der Bitte, moderat zu bleiben. Irgendwie könne er es nicht glauben, dass an Halloween in München „die Wilden hier rumziehen und alles kaputt hauen“, sagt der Wirt. „Aber die Innenstadt hat sich gerüstet.“ Alles sei zugenagelt, erklärt er und zeigt Aufnahmen aus der noblen Einkaufsmeile Maximilianstraße.

Doch er ist auch optimistisch. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier so schlimm wird. Und wenn doch, dann wissen wir uns auch zu wehren.“

Die Veranstaltung in München wird von der Initiative „Gen Z regelt“ betreut, die anderen haben sich dem Aufruf angeschlossen. Der Generation Z gehören Menschen an, die zwischen den späten 1990er Jahren und etwa 2010 geboren sind.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.