Uraufführung

Freddie Mercurys Münchner Zeit als Theaterstück

Was sog den Sänger an die Isar?

Was sog den Sänger an die Isar?

Von dpa

Freddie Mercurys bewegte Münchner Jahre werden zum Theater: Das Residenztheater präsentiert an diesem Donnerstag (20.00 Uhr) die Uraufführung des Stücks „Mercury“ im Marstall.

Darin soll es um die Münchner Zeit des Queen-Frontmanns zwischen 1979 und 1985 gehen, „sein Leben im Nachteil, die Arbeit in den Musicland Studios und seine Freundschaften in der Stadt“, wie das Theater mitteilt.

In diesen Jahren war der charismatische Sänger, der 1991 mit nur 45 Jahren an Aids starb, Dauergast in der bayerischen Landeshauptstadt. Der Musikjournalist Nicola Bardola, der das Buch „Mercury in München“ geschrieben hat, nennt die Zeit „seine besten Jahre“.

Mercury soll in München regelrechte Exzesse gefeiert haben, oft begleitet von der Schauspielerin Barbara Valentin. Das Glockenbachviertel, damals wie heute Zentrum der Münchner Schwulenszene, wurde sein Revier.

Legendär ist die Party zu seinem 39. Geburtstag, die er im Travestie-Club „Old Mrs. Henderson“ feierte, der das „Paradiso“ ist und die im Musikvideo „Living on My Own“ verewigt wurde. 82.500 D-Mark, so hoch war die Partyrechnung damals, die 2023 in einem Konvolut aus Mercurys Nachlass für mehr als 30.000 Euro versteigert wurde.

„Er bewohnte hier mehrere Wohnungen, schloss enge Freundschaften und nahm sein erstes Soloalbum auf“, schreibt das Münchner Residenztheater auf seiner Homepage. „Was zog ihn an die Isar? Die Liebe, das wilde Nachtleben und die vielen Treffpunkte der Gay-Community? Die Musicland Studios von Giorgio Moroder und ihre bahnbrechenden Innovationen in elektronischer Musik? Oder wollte er sich einfach nur den rigiden britischen Steuergesetzen entziehen?“ Diesen Fragen geht der polnische Regisseur Michał Borczuch in dem neuen Stück nach.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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