Gerichtsprozess
Urteil im Champagner-Prozess in Weiden: Freispruch für Angeklagten

Armin Weigel/dpa
Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Im Februar 2022 wurde in einem Weidener Restaurant eine mit Drogen versetzte Champagner-Flasche ausgeschenkt. Jetzt gibt es ein Urteil. (Archivbild)
Das Urteil im sogenannten Champagner-Prozess am Landgericht in Weiden ist gefallen. Der 46-jährige Angeklagte wird freigesprochen.
Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft lauteten: Der Angeklagte soll in einer kriminellen Bande organisiert gewesen sein, die mindestens acht Kilo flüssiges MDMA, den Wirkstoff der Droge Ecstasy, in mehrere originalverpackte Drei-Liter-Champagnerflaschen gefüllt haben soll. Mehrere dieser Flaschen gelangten versehentlich in den Verkauf. In Weiden wurde im Februar 2022 eine dieser vermeintlichen Champagnerflaschen in einem Restaurant ausgeschenkt. Ein Mann starb, sieben weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Die Staatsanwaltschaft ging von der Schuld des Mannes aus. Dafür habe unter anderem die freiwillige, glaubwürde Aussage des Hauptbelastungszeugen und der entsprechende Kontakt zur Drogenszene des Angeklagten gesprochen.
Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch und Entschädigung des Angeklagten.














