Umwelt

Forscher untersuchen Ursachen für Felssturz an der Zugspitze

An der Zugspitze gab es einen großen Felssturz.

An der Zugspitze gab es einen großen Felssturz.

Von dpa

Nach dem Felssturz an Deutschlands höchstem Berg Zugspitze untersuchen Wissenschaftler die näheren Ursachen. Dazu starteten am Freitag wissenschaftliche Drohnenflüge vom Lehrstuhl für Hangbewegung an der Technischen Universität München (TUM). Mit Daten von Infrarotkameras hoffen die Forscher, die Oberflächentemperatur im Gestein besser abschätzen zu können, wie die Sprecherin der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, Laura Schmidt, berichtete.

Zweitwärmster Sommer seit 2003

Daraus könnten sich Rückschlüsse auf den Permafrost in dem betroffenen Gebiet ziehen lassen.„Die Vermutung liegt nahe, dass die warmen Temperaturen in diesem Sommer im Zusammenhang mit dem Felssturz stehen können“, sagte Schmidt. Die Daten müssten aber erst noch ausgewertet werden. Es sei ein rekordverdächtiger Sommer gewesen - der zweitwärmste nach 2003 seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren. Auch 2003 hatte es diverse Felsstürze gegeben, unter anderem am Matterhorn.

Eine Staubwolke steigt auf nach einem weiteren Felssturz an der Zugspitze.
Eine Staubwolke steigt auf nach einem weiteren Felssturz an der Zugspitze.
Eine Staubwolke steigt auf nach einem weiteren Felssturz an der Zugspitze.
Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Berg. (Archivbild)
Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Berg. (Archivbild)
Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Berg. (Archivbild)

Imposante Staubwolke

Der Felssturz an der 2.962 Meter hohen Zugspitze hatte sich am Dienstag in unzugänglichem Gelände ereignet und über den Tag fortgesetzt. Er wirbelte eine imposante und weithin sichtbare Staubwolke auf. Gebäude oder Infrastruktur wurden nicht beschädigt. Auch Menschen wurden nicht verletzt, in dem Gebiet verlaufen keine offiziellen Steige. Am Mittwoch folgten noch kleinere Abbrüche, die erneut weithin sichtbare Staubwolken aufwirbelten.

Die Abbruchstelle lag in einer Höhe von rund 2.800 Metern. In dieser Höhe sind die Böden teils dauerhaft gefroren. Der Frost hält das Gestein zusammen. Fehlt dieser „Kleber“, bröseln die Berge auseinander - ein in größeren Höhen alpenweit zu beobachtendes Phänomen. Es hat auch Auswirkungen auf den Bergsport. Vielen Routen sind bei schmelzenden Gletschern und zunehmendem Steinschlag gefährlicher oder sogar unbegehbar geworden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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