Serien-Tipp
„In höchster Not“ zeigt echte Einsätze, in denen Bergretter helfen
Vor ein paar Minuten war es am Berg noch wunderschöner Sonnenschein, plötzlich prasseln Regentropfen und Steine von oben herunter. Ein Vorankommen ist unmöglich und lebensgefährlich. Wanderern bleibt in dieser Situation nur eine Wahl: den Notruf wählen. Was genau bei solchen Einsätzen passiert, zeigt die BR-Serie „In höchster Not“.
Sie begleitet verschiedene Rettungsaktionen der Bergwacht in den bayerischen Alpen. Die neu erschienene zweite Staffel gibt noch mehr Einblicke. Sie startet mit einem dramatischen Einsatz an der Zugspitze.
Ein Tourist ist auf dem Höllentalgletscher rund 100 Meter nach unten gerutscht. Er ist verletzt und muss per Helikopter gerettet werden. Ohne Vorahnung über das, was bald passieren wird, machen sich zwei Retter auf den Weg hinauf. Am Himmel ziehen bereits dunkle Wolken auf, als sie den Gletscher auf einer Höhe von 2200 Metern erreichen. Völlig unerwartet finden sie dort aber noch sechs weitere Bergsteiger, die mit schlechter Ausrüstung festsitzen. Statt einer einzelnen Person müssen die Retter nun plötzlich sieben Menschen per Luftrettung evakuieren. Als dann noch direkt vor ihren Augen ein unbeteiligter Mann in eine Gletscherspalte rutscht, während ein Blitz neben ihnen einschlägt, befinden sich alle in einer lebensbedrohlichen Situation. Die Bergretter müssen die anderen schützen, ohne selbst Opfer der Naturgewalten zu werden. Der Helikopter kann bei diesem Wetter nicht starten und alle sitzen inmitten eines Gewitters auf 2200 Metern Höhe fest.
Die Serie gibt einen nie zuvor gesehenen Einblick in die Bergwacht und zeigt, wie gefährlich fehlende Planung, schlechte Ausrüstung und Überschätzung enden können. Jeder, der gerne wandert oder in den Bergen unterwegs ist und eine spannende Serie mit echten Einsätzen mag, sollte „In höchster Not“ ansehen.
„In höchster Not“, zwei Staffeln mit je acht Folgen à 43 Minuten, kostenlos verfügbar in der ARD-Mediathek, freigegeben ab sechs Jahren.












