2. Fußball-Bundesliga

„Extrem sauer“: Nürnberger Frust nach Heimniederlage

Nürnbergs Henri Koudossou reagiert entsetzt nach seinem Eigentor.

Nürnbergs Henri Koudossou reagiert entsetzt nach seinem Eigentor.

Von dpa

Henri Koudossou fasste sich nach seinem Fauxpas entsetzt an den Kopf. Sein Eigentor leitete das unerwartete 0:2 (0:0) des 1. FC Nürnberg gegen Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga ein. „Ich bin extrem sauer auf mich. Es tut mir leid für die Mannschaft“, sagte der Außenverteidiger.

Die effektiven Gäste legten nach dem Führungstor in der 55. Minute noch einen Kontertreffer von Ben Bobzien (83.) nach und jubelten über drei wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Das Hochrisikospiel im mit 45.000 Zuschauern ausverkauften Max-Morlock-Stadion verlief eine Woche nach den Krawallen beim Dynamo-Heimspiel gegen Hertha BSC (0:1) auf den Rängen ohne Zwischenfälle. Die mehr als 8.000 mitgereisten Dynamo-Anhänger feierten ihr Team lautstark. Dresden hat nun 32 Punkte, der offensiv erfolglos anrennende „Club“ verharrt bei 37 Zählern.

Viele Zweikämpfe prägten das Spiel, hier zwischen Nürnnbergs Rabby Nzingoula (l) und Luca Herrmann.

Viele Zweikämpfe prägten das Spiel, hier zwischen Nürnnbergs Rabby Nzingoula (l) und Luca Herrmann.

Beide Teams kreierten einige gute Offensivaktionen. Die vorentscheidende war das 0:1. Dynamo-Stürmer Vincent Vermeij brachte den Ball scharf vors Tor. Koudossou wollte klären - traf aber ins eigene Tor. „Der Ball kommt blöd. Ich kann ihn aber mit dem linken Fuß klären“, sagte Koudossou.

Gegen die weit aufgerückte Nürnberger Abwehr stürmte Bobzien später energisch zum 0:2. „Es war ein verdienter Sieg für Dresden. Von uns war es viel zu träge. Der Kopf war das Entscheidende. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen“, sagte FCN-Trainer Miroslav Klose.

Dresdens Abwehrspieler Friedrich Müller köpfte in der ersten Hälfte den Ball vor der Pause nach einer kurz ausgeführten Ecke an den Pfosten (18.). FCN-Spielmacher Julian Justvan vergab volley eine Großchance (23.). „Wir haben es nicht geschafft, effektiv zu sein“, sagte Justvan.

Die Aufreger-Szene der ersten Hälfte war aber ein Zweikampf zwischen Nürnbergs Mohamed Zoma und Dresdens Verteidiger Julian Pauli in der 35. Minute. Der schnelle Zoma war am letzten Mann schon vorbei, wurde gehalten und fiel. Doch Schiedsrichter Felix Bickel winkte sofort ab - kein Rot. Womöglich hätte sich die Partie bei einer Nürnberger Überzahl ganz anders entwickelt.

„Das sind 50:50-Entscheidungen“, kommentierte Klose. „Natürlich kann man das auch anders pfeifen.“ Aber der Nürnberger Coach ergänzte: „Auch mit einem Mann mehr wäre es richtig schwer geworden, so wie wir heute gespielt haben.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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