Bahnverkehr

Entgleister Zug bei Rosenheim Teil einer Unfallserie?

Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen der Zugentgleisung bei Rosenheim und einer europaweiten Serie. (Symbolbild)

Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen der Zugentgleisung bei Rosenheim und einer europaweiten Serie. (Symbolbild)

Von dpa

Der an Silvester bei Rosenheim entgleiste Güterzug könnte nach einer vorläufigen Einschätzung der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung Teil einer europaweiten Unfallserie sein. „Diese Serie betrifft Radscheibenbrüche an Güterwagen und ist bereits seit mehreren Jahren Gegenstand umfangreicher Expertenberatungen“, heißt es in einem aktuellen Zwischenbericht. Auch an dem in Oberbayern entgleisten Containertragwagen identifizierten die Fachleute demnach eine gebrochene Radscheibe. Darüber hatte zunächst der „Münchner Merkur“ berichtet.

Der Wagen, der dem Bericht zufolge an zehnter Stelle des Güterzuges fuhr, war am 31. Dezember auf der Fahrt von München nach Verona entgleist. Da der Lokführer dies nicht sofort bemerkte, wurden zwischen den Bahnhöfen Rosenheim und Pfraundorf auf einer Strecke von gut zwei Kilometern Schienen und Schwellen beschädigt. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe, wie die Bundespolizei damals mitteilte. Menschen hingegen wurden nicht verletzt. Auch trat trotz der Beschädigungen an der Außenhülle kein Gas aus dem Gastankcontainer aus, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Wegen der gebrochenen Radscheibe hätten sich die Experten der Bundesstelle zu einer vorzeitigen Veröffentlichung dieses ersten Zwischenstandes entschlossen; die Entgleisung gilt als „gefährliches Ereignis im Eisenbahnbetrieb“.

Bereits zuvor gab es im europäischen Güterzugverkehr ähnliche Unfälle. So entgleiste etwa im August 2023 ein Güterzug im Gotthard-Basistunnel, was zu enormen Schäden an der Infrastruktur führte. Nach Analysen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle war dort ebenso wie in einer Vielzahl anderer dokumentierter Fälle ein Radscheibenbruch die Ursache.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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