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Automobilindustrie

IG Metall plant Protesttag: Auch BMW-Werke Dingolfing und Landshut betroffen

Die deutsche Autoindustrie ist in der schwersten Krise seit Jahrzehnten gefangen. Die IG Metall will Stellenabbau und Kürzungen nicht hinnehmen - gereizte Stimmung vor der anstehenden Tarifrunde.

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Die Gewerkschaft stellt Forderungen an Arbeitgeber und Politik. (Symbolbild)

Die Gewerkschaft stellt Forderungen an Arbeitgeber und Politik. (Symbolbild)

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Die IG Metall hat zu einem Protesttag in der Automobilindustrie aufgerufen. Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages am Montag, 21. September, sollen mehr als 280 Aktionen in rund 100 IG Metall-Geschäftsstellen stattfinden. Bayern wird ein Schwerpunkt des Protesttags. In über 50 Betrieben im Freistaat sind am Montag Aktionen geplant.

Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke” fordern die Gewerkschaftler von den Arbeitgebern unter anderem Investitionen in Standorte und eine 35-Stunden-Woche. Von der Politik verlangt die IG Metall unter anderem mehr Handelsschutz, geringere Stromkosten und weniger Bürokratie.

Wie die Gewerkschaft am Donnerstagnachmittag mitteilte, sind auch die BMW-Werke in Dingolfing und Landshut vom Aktionstag betroffen. Dazu erklärt Benjamin Freud, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut: „Die Investitionen in Dingolfing und Landshut sowie die dort angesiedelten Zukunftsprodukte sind ein wichtiges und positives Signal.“ Gleichzeitig erlebten die Beschäftigten jedoch, was bei anderen Herstellern und vielen Zulieferern geschehe. „Deshalb setzen wir gemeinsam ein Zeichen: Zukunft entsteht durch Investitionen, Innovation und gute Arbeit, nicht durch Kahlschlag. Und die Politik muss den Menschen Sicherheit geben, statt ihre verlässliche Lebensplanung bei Rente, Altersteilzeit oder sozialer Absicherung in Fragen zu stellen.“

Neben den BMW-Werken in Dingolfing und Landshut sind außerdem in Regensburg das Werk von BMW in der Herbert-Quandt-Allee und der Aumovio-Standort in der Siemensstraße betroffen. Außerdem ein Standort von Benteler in Schwandorf. Öffentliche Veranstaltungen soll es unter anderem in Ingolstadt, München und Nürnberg bei Audi, BMW und Bosch geben. In vielen Firmen sollen die Protestaktionen jedoch intern und nicht öffentlich stattfinden. Die Proteste kommen kurz vor Beginn der diesjährigen Tarifverhandlungen in der Metallindustrie, die Stimmung ist gereizt.

 

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