Autoindustrie

IG Metall plant in 50 Unternehmen Protest gegen Stellenabbau

IG Metall-Bezirksleiter Horst Ott will sein Amt zum Jahreswechsel an den erst 36 Jahre alten Nachfolger Rio Irmischer übergeben. (Archivbild)

IG Metall-Bezirksleiter Horst Ott will sein Amt zum Jahreswechsel an den erst 36 Jahre alten Nachfolger Rio Irmischer übergeben. (Archivbild)

Von dpa

Bayern wird ein Schwerpunkt des von der IG Metall angekündigten bundesweiten Protesttags gegen Stellenabbau und Werksschließungen in der Autoindustrie: Am kommenden Montag sind in über 50 Betrieben im Freistaat Aktionen geplant, wie die Gewerkschaft in München mitteilte. Öffentliche Veranstaltungen soll es unter anderem in Ingolstadt, München und Nürnberg bei Audi, BMW und Bosch geben. In vielen Firmen sollen die Protestaktionen jedoch intern und nicht öffentlich stattfinden. Die Proteste kommen kurz vor Beginn der diesjährigen Tarifverhandlungen in der Metallindustrie.

Ott: „Trägheit und katastrophale Fehlentscheidungen“

Der Ton ist vorher schon unfreundlich. IG-Metall-Bezirksleiter Horst Ott machte die Unternehmensleitungen für die schlechte Lage der Autohersteller und ihrer Zulieferer verantwortlich: „Durch Trägheit und katastrophale Fehlentscheidungen haben die meisten Manager Entwicklungen in der E-Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik verschlafen und so die deutsche Auto- und Zulieferindustrie ins Hintertreffen bugsiert.“

Bayern ist neben Baden-Württemberg und Niedersachsen eines der Bundesländer, in denen die Autoindustrie eine große Bedeutung hat. Die IG Metall fordert unter anderem Investitionen in die heimischen Standorte und den Erhalt der 35 Stunden-Woche. In Nürnberg und München sind größere Kundgebungen geplant. In Ingolstadt lädt der Audi-Betriebsrat zu einer öffentlichen „Sprechstunde“, an der demnach unter anderem Oberbürgermeister Michael Kern (CSU) und Jürgen Kerner teilnehmen wollen, der zweite Bundesvorsitzende der IG Metall.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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