Fußball-Bundesliga

„Unfassbar bitter“: Heidenheims Hoffnung schwindet nach 0:1

Alexis Claude-Maurice ist Augsburgs Matchwinner.

Alexis Claude-Maurice ist Augsburgs Matchwinner.

Von dpa

Der FC Augsburg hat den 1. FC Heidenheim in einem schwachen Kellerduell ein großes Stück weiter in Richtung 2. Fußball-Bundesliga geschossen. Mit einem cool verwandelten Foulelfmeter bescherte Alexis Claude-Maurice (80. Minute) den Fuggerstädtern beim extrem biederen 1:0 (0:0) drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

Die erschreckend harmlosen Heidenheimer müssen sich nach dem neunten sieglosen Spiel am Stück dagegen immer mehr mit dem Abstieg anfreunden. Mit 13 Zählern nach 22 Spieltagen bleibt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt Tabellenletzter und hat sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel ist noch jeder Verein mit dieser Bilanz abgestiegen.

Viel K(r)ampf herrscht im Spiel zwischen Augsburg und Heidenheim.
Viel K(r)ampf herrscht im Spiel zwischen Augsburg und Heidenheim.
Viel K(r)ampf herrscht im Spiel zwischen Augsburg und Heidenheim.
Die Fans haben den VAR satt.
Die Fans haben den VAR satt.
Die Fans haben den VAR satt.

Von Jan Schöppner (65.) und Eren Dinkci (68.) in der Schlussphase vergebene aussichtsreiche Chancen waren Ausdruck, wie ungefährlich die Heidenheimer als schwächste Offensive der Liga wirklich sind. Claude-Maurice blieb hingegen vom Punkt eiskalt, nachdem Benedikt Gimber Augsburgs Kapitän Keven Schlotterbeck vor 30.107 Zuschauern nach einem Eckball gefoult hatte.

Trainer Manuel Baum wollte bei der Aktion lieber nicht hinsehen und richtete seinen Blick zur Bank. Augsburg hat nun sechs Zähler Vorsprung auf Werder Bremen auf Rang 16.

Die Fans der Augsburger mussten sich erstmal Luft verschaffen. Nach Wochen des akuten Ärgers über den Videoschiedsrichter kritisierten sie auf Plakaten deutlich den Kölner Keller. „VAR abschaffen“, „Hört auf, den Sport kaputt zu reparieren“ oder „Entscheidungen gehören auf den Platz, nicht in den Keller“, stand auf ihren Bannern geschrieben.

„Es gibt keine klare Linie“, kritisierte den VAR auch der Augsburger Geschäftsführer Michael Ströll, der sich nicht zuletzt beim 0:2 vor einer Woche beim FSV Mainz 05 über einen äußerst fragwürdigen Elfmeter aufregen musste. „Ist er so, wie er aktuell praktiziert wird, überhaupt sinnhaft? Der VAR ist schlechter geworden.“

So viel Heißblütigkeit herrschte bei niedrigen Temperaturen auf dem Rasen nicht. Einsatz konnte man beiden Mannschaften aber nicht absprechen. Die Heidenheimer erarbeiteten sich zunächst sogar mehr Ballbesitz und ein Plus an Torschüssen. Echte Gefahr strahlten sie aber nicht aus. Die Augsburger machten es bei Abschlüssen von Kristijan Jakic (18.), Alexis Claude-Maurice (26.) und einem Heber von Michael Gregoritsch (38.) ein wenig besser.

Baum forderte von seiner Mannschaft weniger Übermut in dem Heimspiel, dafür mehr „senioriges“ Auftreten. Anstatt jedoch abgebrüht zu agieren, leisteten sich die Hausherren weiter zahlreiche Abspielfehler. Die Heidenheimer wähnten dagegen nach dem Wechsel ihre Chance, doch die Abschlüsse waren zu unplatziert und drucklos. Augsburg reichte dann eine Aktion zur Entscheidung.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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