Fußball-Bundesliga
Augsburger Bundesliga-Jubiläum: Mit „Riesenpush“ gegen Köln
Der Bundesliga-Jubiläumsabend kann für den FC Augsburg zu einem Meilenstein einer schwierigen Saison werden. Im 500. Spiel in der Beletage des deutschen Fußballs können die Schwaben den 150. Sieg feiern. Glückt dieser am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln, dann kann der FCA mit weitestgehend entledigten Abstiegssorgen für die nächste Bundesliga-Saison planen.
„Wir wissen, was wir können, und so wollen wir Woche für Woche Punkte holen“, sagte Elvis Rexhbecaj. Der Matchwinner vom 3:2 gegen seinen früheren Club VfL Wolfsburg freut sich beim Wiedersehen mit dem nächsten Ex-Verein auf einen „geilen“ Flutlichtabend. „Köln ist immer geil“, sagte der 28-Jährige.
Mit einem Heimsieg würden die Augsburger nicht nur die weniger formstarken Kölner, die nur einen von neun möglichen Punkten aus den letzten drei Spielen holten, auf sieben Zähler Abstand distanzieren. Zudem würden sie die 30-Punkte-Marke knacken. Das reicht zwar noch nicht für den sicheren Klassenerhalt, aber wird die FCA-Zuversicht weiter stärken.
„Wir sind happy. Wir entwickeln uns sehr gut in die richtige Richtung“, sagte Routinier Michael Gregoritsch. Siege wie der in Wolfsburg, bei dem die Augsburger durch zwei späte Tore das Spiel drehten, sind da besonders hilfreich. „Das ist für die Mannschaft ein Riesenpush“, hob der Österreicher hervor.
Trainer Manuel Baum, der gegen den FC in seinen drei Spielen ungeschlagen blieb, hat die Mannschaft nicht nur stabilisiert. Die erstaunliche Rückenrundenbilanz - nur Borussia Dortmund holte in der zweiten Hälfte dieser Saison mehr Punkte - vergrößert Woche für Woche die Hoffnungen auf eine sorgenfreie Schlussphase dieser so turbulenten Spielzeit mit dem gescheiterten Projekt von Sandro Wagner.
„So kann es weitergehen“, sagte Rexhbecaj über den Augsburger Lauf. „Natürlich können und werden wir nicht alle Spiele gewinnen.“ Die jüngsten Erfolge und gedrehte Spiele wie gegen Wolfsburg oder beim 2:1 in München hätten das Team aber „mental gestärkt“.
„Wir konnten uns in den letzten Wochen ein kleines Polster erarbeiten, haben aber noch einige harte Aufgaben vor uns und wollen so viele Punkte wie möglich holen“, sagte Gregoritsch. Mit nunmehr 32 Bundesliga-Toren für den FCA jagt er Rekordmann Alfred Finnbogason, der 37-mal traf.
Der 31-jährige Gregoritsch ist eines von mehreren Puzzleteilen, die Baum geschickt zusammengesetzt hat. Die personellen Umbaumaßnahmen im Sturm sorgen für mehr Flexibilität und Qualität. Die Tiefe des Kaders gebe her, „dass wir echt mit Qualität nachlegen können“, sagte Baum. „Egal wen man von der Bank bringt, die Qualität steigt sogar nochmal.“
Neben all den runden Bundesliga-Zahlen winkt dem FCA auch eine Bestmarke. Mit vier Siegen und drei Unentschieden sind die Augsburger seit sieben Heimspielen ungeschlagen. Nur in ihrer ersten Bundesliga-Saison 2011/12 gelang den Augsburgern unter Trainer Jos Luhukay acht Heimspiele in Folge ohne Niederlage.












