Jubiläum
30 Jahre St. Patrick's Day in München - Parade am Wochenende

Felix Hörhager/dpa
Knapp 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 70 Gruppierungen laufen in diesem Jahr in der Parade mit. (Archivbild)
Mit irischer Musik, grüner Kleidung und einer Parade wird am Wochenende in München der St. Patrick's Day gefeiert. Das Fest zum Todestag des irischen Nationalheiligen St. Patrick am 17. März ist laut Veranstalter das größte auf dem europäischen Festland.
1996 hatte Paul Daly, Betreiber eines Pubs im Stadtteil Schwabing, mit drei Freunden die erste Parade in der Landeshauptstadt organisiert. „Ein Stammgast ist damals mit dem Vorschlag auf mich zugekommen“, erklärte der Gastronom der Deutschen Presse-Agentur. Im ersten Jahr rechneten die Veranstalter mit 200 Teilnehmern - es kamen letztlich 3.000. 2019 beobachteten rund 50.000 Besucherinnen und Besucher den Zug und feierten das irische Nationalfest.
Aus vier Gründungsmitgliedern sind heute 15 bis 20 Organisatorinnen und Organisatoren geworden, erzählt Daly. Veranstalter des St. Patrick’s Day Festivals ist inzwischen das Munich Irish Network, in dem sich unter anderem irische Rugby- und Tanzvereine sowie der Deutsch-irische Freundeskreis Bayern zusammengeschlossen haben. Es freue ihn, dass immer wieder junge Leute nachkommen, die das Festival weiter gestalten wollen, so Daly. Er sei heute noch als Berater dabei und gebe sein in 30 Jahren gesammeltes Wissen an die nächste Generation weiter.
An die 200 Ehrenamtliche arbeiten am Festival-Wochenende in Essens- und Getränkeständen sowie für die Sicherheit auf der Veranstaltung. Die Motivation der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sei heute wie damals, die deutsch-irische Freundschaft zu fördern, sich auszutauschen und gemeinsam Kunst, Kultur und Tradition zu feiern. Doch wie ist es zu solch einer Größe in der bayerischen Landeshauptstadt gekommen?
Paul Daly erklärt sich den Erfolg der Veranstaltung so: „Der St. Patrick's Day ist einfach ein friedliches, weltoffenes und familienfreundliches Fest. Grün ist die Farbe der Hoffnung - und des Frühlings. Genau das, was man im März nach einem langen Winter braucht.“ Die Veranstalter hätten sich immerzu an die neuen Gegebenheiten des von Jahr zu Jahr anwachsenden Festivals angepasst. Heute sei auch die Zusammenarbeit mit der Stadt unabdingbar, die sich um die Absicherung des Umzugs und die Regelung des Straßenverkehrs kümmere. Oberbürgermeister Dieter Reiter ist seit Jahren Schirmherr der Veranstaltung.
Die irische Geschichte besagt: Der heilige Patrick lebte im 5. Jahrhundert und stammte aus der römischen Provinz Britannien. Jung wurde er nach Irland verschleppt und später zum angeblich ersten christlichen Missionar dort. Anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts soll er die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist erklärt haben. Dieses ist seither das irische Nationalsymbol.
Das Festival beginnt am Samstag vor der Feldherrnhalle am Odeonsplatz mit Konzerten und gastronomischen Ständen. Als Höhepunkt zieht am Sonntag ab 12.00 Uhr die St.-Patrick's-Day-Parade von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz. Knapp 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in rund 70 Gruppierungen sind in diesem Jahr dabei. Grand Marshal Alison Moffat-McLynn, der 76-jährige Münchner Wolfgang Schramm als St. Patrick und Parade Princess Faye Marie O'Meara werden den Umzug anführen. Im Anschluss wird auf der Bühne am Reiterdenkmal in der Ludwigstraße die irische Nationalhymne erklingen.








