Sorgen um Wirtschaft

ZEW-Konjunkturbarometer bricht wegen Iran-Krieg ein

Der Ölpreisschock belastet die Aussichten der deutschen Wirtschaft (Archivbild)

Der Ölpreisschock belastet die Aussichten der deutschen Wirtschaft (Archivbild)

Von dpa

Bei Finanzexperten wachsen die Sorgen, dass der Krieg im Nahen Osten die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen brachen im März um 58,8 Punkte zum Vormonat auf minus 0,5 Punkte ein, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen viel weniger deutlichen Rückgang auf plus 39,2 Punkte erwartet.

„Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde. „Kaum eine Branche erfährt eine Verbesserung im März“, berichtete das ZWE. Die deutlichsten Rückgänge gab es in der Chemie- und Pharmaindustrie sowie dem Auto und Maschinenbau. Für das ZEW-Barometer werden regelmäßig Analysten und Investoren befragt.

Verbessert hat sich allerdings die immer noch sehr schwache Bewertung der aktuellen Lage, so das ZEW. Der entsprechende Indikator stieg um 3,0 Punkte auf minus 62,9 Punkte. Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 68,0 Punkten erwartet. „Das Rüstungs- und Infrastrukturprogramm wirkt jetzt stabilisierend, zielt es doch auf binnenwirtschaftliche Impulse ab“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Der Energiepreisschock drohe die Erholung der deutschen Volkswirtschaft spürbar zu verzögern, meint Marc Schattenberg, Volkswirt bei Deutsche Bank Research. „Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2026 auf 1 Prozent abgesenkt. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass die Erholung der deutschen Wirtschaft vollständig zum Erliegen kommt.“ Vor allem angesichts der staatlichen Impulse mit den Milliardenausgaben für Verteidigung und Infrastruktur halte man an der Prognose für 2027 von 1,5 Prozent fest.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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