Gasspeicher

Wadephul setzt auf Algerien als Partner für Gaslieferungen

Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich in der algerischen Hauptstadt Algier vor Journalisten.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich in der algerischen Hauptstadt Algier vor Journalisten.

Von dpa

Gas aus Algerien könnte nach Ansicht von Außenminister Johann Wadephul langfristig dabei helfen, die Gasspeicher in Deutschland zu füllen. „Diversifizierung ist absolut das Gebot der Stunde“, sagte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches in Algerien vor Journalisten in der Hauptstadt Algier. Algerien sei ein verlässlicher Partner, der schon heute sehr viel Gas nach Italien und Spanien liefere.

Wadephul kam am Vormittag zu Beratungen mit dem algerischen Minister für Kohlenwasserstoffe, Mohamed Arkab, zusammen. Im Zentrum seiner Gespräche werde stehen, „dass wir versuchen, langfristige Verträge für Deutschland auszuhandeln. Wenn das möglich ist, dann haben wir hier eine weitere verlässliche Quelle, die auch natürlich für unsere Gasspeicher wichtig ist.“ In Algier war auch ein Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern deutscher Unternehmen geplant.

Algerien gehört nach den Worten Wadephuls zu den wichtigsten Gaslieferanten für die EU. Als künftiger Lieferant mit riesigem Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff werde die Bedeutung des Landes nochmals zunehmen. Erst im Juli hatten Deutschland und Algerien vereinbart, die Partnerschaft für die Energieversorgung nochmals deutlich zu vertiefen.

Das Wirtschaftsministerium hatte kürzlich erklärt, nach aktuellem Erkenntnisstand sei eine Gasmangellage im kommenden Winter nicht zu erwarten. Die Lage sei aber angespannter als in den vergangenen beiden Wintern. Die Speicherstände in Deutschland lägen derzeit deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren.

Treffen mit Algeriens Präsident Tebboune

Zum Abschluss seines zweitägigen Besuches in Tunesien und Algerien wollte Wadephul gegen Mittag den algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune zu einem Gespräch treffen. Bereits in Tunesien war der Bundesaußenminister auf höchster politische Ebene empfangen worden, von Präsident Kais Saied. Das gilt als besondere Auszeichnung für einen Außenminister.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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