Handelspolitik

Vor EU-China-Gesprächen: Handelskammer wirbt für Dialog

Oliver Oehms von der AHK China hofft auf den Dialog zwischen der EU und China. (Archivbild)

Oliver Oehms von der AHK China hofft auf den Dialog zwischen der EU und China. (Archivbild)

Von dpa

Vor der China-Reise von EU-Handelskommissar Maros Sefcovic wirbt die Deutsche Handelskammer in China für Dialog und gezielte Maßnahmen im Handelsstreit. „Entscheidend ist, dass China in den Dialogen neben bestehenden Herausforderungen auch als Partner berücksichtigt wird“, erklärte Oliver Oehms, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Kammer in Nordchina, laut einer Mitteilung.

Die EU solle ihre Maßnahmen auf die Probleme einzelner Branchen zuschneiden. „Wir plädieren deshalb für EU-Initiativen, die Nutzen und Risiken abwägen und auf gezielte, sektorspezifische Instrumente setzen, anstatt pauschale Zölle oder allgemeine Vorgaben zu erlassen“, sagte Oehms.

Er verwies zugleich auf die Vorteile der Zusammenarbeit: Deutsche Unternehmen entwickelten in China zunehmend Wissen, das auch den deutschen Konzernzentralen zugutekomme und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken könne. Die Wirtschaftspolitik solle diesen Austausch fördern, wo er beiden Seiten nütze.

Viele Firmen erwarten Folgen einer Eskalation

Anlässlich der geplanten Reise veröffentlichte die Kammer vorab ein Ergebnis ihrer diesjährigen Geschäftsklimaumfrage. Die Unternehmen sollten einschätzen, wie stark ihr Geschäft betroffen wäre, wenn die laufenden Handelsverhandlungen zwischen der EU und China keine greifbaren Ergebnisse brächten und eine mit einem Handelskonflikt vergleichbare Lage entstünde. Für diesen Fall erwarten 33 Prozent erhebliche und 47 Prozent moderate Auswirkungen auf ihr China-Geschäft. Insgesamt rechnen damit 80 Prozent mit Folgen. 14 Prozent erwarten keinen Einfluss.

Handelsgespräche in Peking geplant

Sefcovic wird am Donnerstag und Freitag in Peking für Gespräche mit Chinas Handelsminister Wang Wentao erwartet. Die EU dringt auf einen Abbau des Ungleichgewichts im Handel mit China. Sie kauft deutlich mehr Waren aus der Volksrepublik, als sie dorthin verkauft. Peking weist die Kritik an seinen Handelsüberschüssen und Überkapazitäten als protektionistisch zurück.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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