Luftverkehr
BER-Warnstreik: Fluggäste müssen mit Einschränkungen rechnen

Christophe Gateau/dpa
Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik bei der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg aufgerufen.
Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine „direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, teilte Verdi mit.
Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) über mehr Geld für rund 2.000 Beschäftigte. Welche Auswirkungen der Ausstand auf den Flugbetrieb haben wird, ist noch offen. Im operativen Bereich wie der Sicherheitskontrolle oder der Gepäckabfertigung sind vor allem Dienstleister der FBB tätig. Diese werden nicht bestreikt. Gleichwohl müssen sich Fluggäste auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Die Gewerkschaft fordert von der FBB unter anderem 6 Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
In der zweiten Runde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorbereitet, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jährlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“, teilte Verhandlungsführer Holger Rößler mit.
Es ist der erste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. In den vorigen Wochen kam es bereits infolge von Arbeitskämpfen bei der Lufthansa zu Ausfällen. Betroffen davon waren Inlandsflüge von und nach Frankfurt und München.








