Energiekosten

Prognose: Heizkosten steigen 2026 an

Die Heizkosten dürften weiter steigen. (Archivbild)

Die Heizkosten dürften weiter steigen. (Archivbild)

Von dpa

Haushalte in Deutschland müssen im laufenden Jahr laut einer Studie erneut mit höheren Heizkosten rechnen. „Besonders Heizöl und Holzpellets dürften deutlich teurer werden“, berichtete die Beratungsgesellschaft co2online in ihrem neuen „Heizspiegel“ für 2026. Beim Erdgas sieht die gemeinnützige Organisation dagegen trotz der aktuell gestiegenen Großhandelspreise insgesamt eine leichte Entlastung.

„Durch geringe Beschaffungskosten zum Jahresbeginn und den Wegfall der Gasspeicherumlage könnten die Heizkosten im Jahresdurchschnitt leicht sinken“, begründete die Gesellschaft ihre Berechnung. Allerdings könnten die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Gaskosten Ende 2026 oder im Laufe des Jahres 2027 wieder steigen lassen, sagte ein Sprecher.

Prognose 2026: Heizkosten bei Ölheizung steigen um 24 Prozent

Die Experten haben die erwarteten Heizkosten unter anderem für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus durchgerechnet. Dort prognostizieren sie vor dem Hintergrund des Irankriegs für Heizöl einen Anstieg von 24 Prozent auf 1.275 Euro. Bei Holzpellets rechnen sie für 2026 mit einem Plus von 17 Prozent auf 870 Euro Jahres-Heizkosten. Als einen Hauptgrund sieht co2online dabei die anhaltende Knappheit der Pellet-Rohstoffe infolge einer schwachen Baukonjunktur. Bei Erdgas sehen die Experten einen leichten Rückgang um vier Prozent auf 1.120 Euro Jahreskosten.

Auch bei den anderen untersuchten Heizarten rechnet co2online mit leichten Anstiegen: Bei Fernwärme um ein Prozent auf 1.310 Euro und bei Wärmepumpen um drei Prozent auf 735 Euro.

Co2online sieht großes Sparpotenzial für die meisten Haushalte

Die Gesellschaft betonte, dass viele Haushalte ihre Heizkosten deutlich senken könnten. „Rund 90 Prozent aller Haushalte verfügen noch über Sparpotenzial“, hieß es. Schon einfache Verhaltensänderungen wie richtiges Heizen und Lüften oder ein geringerer Warmwasserverbrauch könnten den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent reduzieren. „Noch größere Einsparungen ermöglichen Heizungsoptimierungen, Dämmmaßnahmen oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.“

Zur Entwicklung der Heizkosten in den kommenden Jahrzehnten stellte co2online auch eine Langfristberechnung an. Demnach könnten sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Als Ursachen sieht die Gesellschaft unter anderem steigende CO2-Kosten, höhere Netzentgelte sowie gesetzlich vorgeschriebenen Beimischungen wie Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl.

Wärmepumpe wohl dauerhaft am günstigsten

Bei Fernwärme und Holzpellets sei in den nächsten 20 Jahren mit einem moderaten Anstieg der Kosten zu rechnen. „Die Kosten für Wärmepumpen werden dagegen deutlich langsamer steigen und voraussichtlich dauerhaft am niedrigsten bleiben“, erklärte ein Sprecher.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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