Moderne Flotte und Klimaschutz

Neue Strategie: EU-Kommission will Kurswechsel bei Fischfang

Die EU-Kommission will den Fischfang reformieren (Archivbild)

Die EU-Kommission will den Fischfang reformieren (Archivbild)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Die EU-Kommission will Fischfang und -zucht in den nächsten 15 Jahren widerstandsfähiger und nachhaltiger gestalten. Ihre Strategie bis 2040 setzt unter anderem auf moderne und klimafreundlichere Flotten, weniger unerwünschte Beifänge, Unterstützung für kleine Fischereibetriebe, Schutz vor unfairer globaler Konkurrenz sowie mehr Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten aus der EU, wie die Kommission mitteilte.

Der Fischsektor sehe sich mit wachsenden Herausforderungen wie zum Beispiel schwankenden Energiekosten und dem Klimawandel, rückläufigen Beständen, Wettbewerb um Meeresraum und einer alternden Belegschaft konfrontiert, sagte EU-Fischereikommissar Costas Kadis bei der Vorstellung der Strategie in Straßburg. Konkrete Gesetzesvorschläge stehen allerdings noch aus.

Energiewende für Schiffe

Um dem zu begegnen, sollen in der Fischerei Investitionen in effizientere Schiffe gefördert werden. Um Verbraucherinnen und Verbraucher dazu zu bewegen, Fisch und Meeresfrüchten aus der EU zu kaufen, will die Kommission bis 2029 eine digitale Rückverfolgbarkeit für alle Produkte entlang der Lieferkette fördern.

Außerdem will die Kommission gemeinsam mit der Branche neue Lösungen finden, um unerwünschten Beifang von Fisch zu vermeiden. Die Verpflichtung für Fischer, alle gefangenen regulierten Arten an Land zu bringen, brachte nach ihrer Einschätzung nicht die erhofften Ergebnisse. Nun sollen neue Technologien und eine umfassendere Dokumentation der Fänge helfen.

Mehr als 200.000 Arbeitsplätze

Im kommenden Jahr will die Kommission eine Strategie vorlegen, die mehr junge Menschen für die Branche gewinnen soll. „Das Interesse junger Menschen, diesen Beruf zu ergreifen, ist gering“, sagte Kadis. In der EU arbeiten nach Kommissionsangaben mehr als 200.000 Menschen in dem Fischerei- und Aquakultursektor. Hinzu kommen demnach viele weitere Beschäftigte in Verarbeitung, Handel und Vertrieb.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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