Europäische Zentralbank

Lagarde-Nachfolge: Euroländer sollen zügig Vorschläge machen

Der EZB-Spitzenposten wird früher als geplant frei. (Archivbil)

Der EZB-Spitzenposten wird früher als geplant frei. (Archivbil)

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Von dpa

Deutschland und die anderen Euroländer sollen bis diesen Freitag Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) nominieren. Dazu forderte der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, die Mitgliedsstaaten auf, wie ein Sprecher sagte. Beim nächsten Treffen in der kommenden Woche will das Gremium eine Bestandsaufnahme vornehmen.

Präsidentin verlässt EZB Anfang Februar

Der EZB-Spitzenposten wird früher als geplant frei. Lagarde hatte vergangene Woche mitgeteilt, die Notenbank am 7. Februar 2027 und damit fast neun Monate vor Ende ihrer regulären Amtszeit zu verlassen. Die Staats- und Regierungschefs der 21 Eurostaaten sind nun gefordert, die Nachfolge der EZB-Präsidentin früher zu regeln.

Ernannt werden die Mitglieder des Direktoriums der EZB durch die Staats- und Regierungschefs der EU. Sie treffen ihre Entscheidung auf Grundlage einer Empfehlung von den Mitgliedstaaten der Eurozone. Die Eurogruppe ist das informelle Gremium der Wirtschafts- und Finanzminister der Länder mit Euro. Das nächste Treffen ist für kommenden Montag (9. November) geplant.

EU-Staats- und Regierungschefs ernennen EZB-Direktorium

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) machte bereits deutlich, dass Deutschland sein Gewicht als größter Staat im Euroraum einbringen will. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte Interesse angemeldet. Europas größte Volkswirtschaft Deutschland stellte in der mehr als 25-jährigen Geschichte der Notenbank noch nie die EZB-Spitze. Als Favoriten für die Lagarde-Nachfolge gelten aber der frühere niederländische Zentralbankchef Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos, der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist.

Auch EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel und EZB-Chefökonom Philip R. Lane verlassen im Laufe des kommenden Jahres die Zentralbank. Daher wird auf europäischer Ebene wahrscheinlich ein Personalpaket verhandelt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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