Börse

KI-Aktien leiden nach US-Kongresswahl - Dax kurz vor Rekord

An den Finanzmärkten herrscht die Sorge vor einer stärkeren Regulierung im Bereich KI durch die Demokraten (Archivbild).

An den Finanzmärkten herrscht die Sorge vor einer stärkeren Regulierung im Bereich KI durch die Demokraten (Archivbild).

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Von dpa

Der Dax kurz vor einem Rekord, aber Dämpfer bei gehypten KI-Aktien: Werte von Unternehmen aus der Tech- und KI-Branche leiden unter dem fulminanten Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen. An den Finanzmärkten verlor der Sektor im Zuge von Sorgen, dass die Demokraten künftig die Regulierung verschärfen könnten.

In New York zählten die Aktien von Firmen wie Sandisk, Marvell Technology und Micron mit bis zu fünf Prozent zu den Verlierern. Selbst die Titel des KI-Chipriesen Nvidia verloren etwas mehr als ein Prozent, was unter den gehypten Techwerten der „Magnificent 7“ - darunter Microsoft, Apple und Alphabet - nur von Tesla wegen der Nähe von Konzernlenker Elon Musk zu den Republikanern um Präsident Donald Trump deutlich übertrumpft wurde. Auch bei SpaceX zogen die Wahlergebnisse Verluste nach sich.

Abschläge bei Aktien, die vom Trend zu Künstlicher Intelligenz profitieren, gab es auch in Deutschland: Während der Leitindex Dax mit der Hoffnung auf eine veränderte Politik in den USA kräftig um 2,4 Prozent in Richtung Allzeithoch anzog und zuletzt bei rund 26.500 Punkten stand, waren die Aktien von Infineon, Hochtief und Siemens Energy die drei klaren Indexverlierer. Zuletzt büßten sie bis zu fünf Prozent ein.

Rechenzentren für KI in der Kritik

Bei den US-Kongresswahlen hatten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert. „Die zentrale Sorge besteht darin, dass die Kontrolle der Demokraten über beide Kammern zu einer stärkeren Regulierung und genaueren Überprüfung der KI-Branche führen wird, was wiederum eine Verlangsamung der Ausgaben zur Folge haben könnte“, schrieb ein Händler.

Tech-Konzerne müssen sich etwa auf mehr Gegenwind bei ihren riesigen Rechenzentren für KI einstellen. Gegen die Anlagen formierte sich im Wahlkampf immer mehr Widerstand - vor allem da Anwohner steigende Energie- und Wasserpreise befürchten. Selbst Republikaner verhängten Moratorien für den Bau neuer Rechenzentren. Mit Gouverneuren der Demokraten wie Gina Hinojosa in Texas können sich die Konzerne auf einen härteren Kurs einstellen.

„Auf Sektorebene sind die Risiken ungleich verteilt“, kommentierte Aktienstratege Mathieu Racheter von der Schweizer Bank Julius Bär. Staatliche und lokale Beschränkungen für Rechenzentren könnten Investitionen und die Erzielung von Erträgen verzögern. Potenziell positiv seien die politischen Auswirkungen aber für den Bereich der Erneuerbaren Energien.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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