Handel

EU und Philippinen einigen sich auf Freihandelsabkommen

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gratulierte dem Handelskommissar zum verhandelten Abkommen. (Archivbild)

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gratulierte dem Handelskommissar zum verhandelten Abkommen. (Archivbild)

Von dpa

Die Europäische Union und die Philippinen haben sich laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Das Abkommen, zu dem nach dieser grundsätzlichen Einigung manche Punkte noch verhandelt werden müssen, soll unter anderem Zölle auf beiden Seiten abbauen und den Marktzugang verbessern, wie die EU-Kommission mitteilte.

Die Philippinen mit ihren 113 Millionen Einwohnern seien ein wichtiger Markt für EU-Exporteure. Europäische Unternehmen exportieren demnach besonders viele Maschinen, Transportmittel, Arzneimittel und medizinische Geräte. Auch unter anderem für Schweinefleisch aus der EU soll es Zollerleichterungen geben.

Kommissar: Landwirtschaft, Energie, Lieferketten

Von der Leyen besuchte den Präsidenten der Philippinen, Ferdinand Marcos Jr., 2023 in Manila. Die Seiten einigten sich, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen. (Archivbild)
Von der Leyen besuchte den Präsidenten der Philippinen, Ferdinand Marcos Jr., 2023 in Manila. Die Seiten einigten sich, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen. (Archivbild)
Von der Leyen besuchte den Präsidenten der Philippinen, Ferdinand Marcos Jr., 2023 in Manila. Die Seiten einigten sich, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen. (Archivbild)
Handelskommissar Maros Sefcovic: Diversifizierung und Widerstandsfähigkeit sind wichtiger denn je. (Archivbild)
Handelskommissar Maros Sefcovic: Diversifizierung und Widerstandsfähigkeit sind wichtiger denn je. (Archivbild)
Handelskommissar Maros Sefcovic: Diversifizierung und Widerstandsfähigkeit sind wichtiger denn je. (Archivbild)

EU-Handelskommissar Maros Sefcovic sagte in Brüssel: „Wir haben vereinbart, über 94 Prozent der Zolltarifpositionen zu liberalisieren, die mehr als 97 Prozent der Waren auf beiden Seiten abdecken.“ Er verwies auf Chancen für viele europäische Unternehmen, auch Landwirte. „Zudem sorgt dies für stärkere und diversifiziertere Lieferketten in einer Zeit, in der Widerstandsfähigkeit zu einer strategischen Priorität geworden ist - Halbleiter sind hierfür ein deutliches Beispiel. Neues Investitionspotenzial ergibt sich im Bereich der erneuerbaren Energien, in dem die Philippinen den Ausbau ihrer Kapazitäten vorantreiben möchten.“ Das Abkommen sei zudem ein klares Signal, dass die EU ihr Engagement im indopazifischen Raum verstärke.

Mit dem verhandelten Abkommen wird laut der Brüsseler Behörde auch erstmals der philippinische Markt für öffentliche Aufträge für ausländische Bieter geöffnet. Zudem gebe es unter anderem Regelungen zu Nachhaltigkeit, Schutzstandards, Energie und Rohstoffen und zum Schutz Hunderter europäischer Lebensmittel mit geschützter Herkunftsbezeichnung.

EU ist großer Handelspartner

Die EU und die Philippinen hatten 2015 begonnen, über ein Freihandelsabkommen zu verhandeln. Zwischenzeitlich lagen die Verhandlungen auf Eis, seit März 2024 wurde weiter daran gearbeitet. Im Jahr 2025 war die EU laut EU-Kommission der viertgrößte Handelspartner der Philippinen und machte 8,3 Prozent des gesamten Warenhandels des Landes aus. Der bilaterale Warenhandel habe sich im vergangenen Jahr auf 17,6 Milliarden Euro belaufen, während der Handel mit Dienstleistungen im Jahr 2024 10,3 Milliarden Euro erreicht habe.

Die EU mit ihren 450 Millionen Einwohnern ist ein wichtiger Handelspartner für viele Länder und Regionen. Ihr Anteil am Welthandel lag 2025 mit 8 Billionen Euro bei 15,9 Prozent.

Beide Seiten müssen sich nun noch auf die Umsetzung und technische Details einigen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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