Caravaning

Es werden weniger Reisemobile und Wohnwagen verkauft

Ein Wohnwagen vor den Düsseldorfer Messehallen.

Ein Wohnwagen vor den Düsseldorfer Messehallen.

Von dpa

Nach dem Corona-Boom setzt Deutschlands Caravan-Branche ihre Abwärtsfahrt fort. Wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) im Vorfeld der Düsseldorfer Messe Caravan Salon mitteilte, sank die Anzahl der neu zugelassenen Reisemobile und Wohnwagen (Caravans) in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 in Deutschland um 3 Prozent auf 63.329.

Im kompletten Vorjahr hatte es ein Minus von 2,3 Prozent gegeben. In den Pandemiejahren wiederum waren die Verkäufe steil nach oben geschnellt, weil sich viele Menschen für Caravaning entschieden, etwa aus Angst vor Ansteckungen oder wegen Einschränkungen bei Flugreisen.

Aktuell wirkt sich die schwache Konjunktur negativ auf die Branche aus: Manche Bürger scheuen hohe Ausgaben für einen Wohnwagen oder ein Reisemobil. Einige Hersteller wiederum sitzen noch auf Altbeständen, die sie als Folge des Corona-Booms produziert haben und seither nicht loswerden.

Erste Reisemobile und Wohnwagen sind bereits eingetroffen an den Düsseldorfer Messehallen, nächste Woche werden es noch deutlich mehr.
Erste Reisemobile und Wohnwagen sind bereits eingetroffen an den Düsseldorfer Messehallen, nächste Woche werden es noch deutlich mehr.
Erste Reisemobile und Wohnwagen sind bereits eingetroffen an den Düsseldorfer Messehallen, nächste Woche werden es noch deutlich mehr.
Caravaning wird auf den Wachstumspfad zurückkehren, davon geht Verbandsvertreter Daniel Onggowinarso fest aus.
Caravaning wird auf den Wachstumspfad zurückkehren, davon geht Verbandsvertreter Daniel Onggowinarso fest aus.
Caravaning wird auf den Wachstumspfad zurückkehren, davon geht Verbandsvertreter Daniel Onggowinarso fest aus.

Der größte Teil des Marktes entfällt auf Wohnmobile, auch Reisemobile genannt: In den ersten sieben Monaten 2026 wurden 50.118 Reisemobile neu zugelassen und damit 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, bei den Caravans lag das Minus bei 1,9 Prozent auf 13.211.

Branchenverband sieht positive Zukunft

Der Geschäftsführer des Branchenverbandes CIVD, Daniel Onggowinarso, sieht die aktuelle Entwicklung gelassen. Der Markt zeige sich robust, und es sei normal, dass es nach Corona wieder etwas runtergehe. Hätte es die Pandemie nicht gegeben, wäre man womöglich Jahr für Jahr gewachsen und auf dem jetzigen Niveau angekommen. „Wir machen eine kurze Zwischenpause und atmen durch - und wenn es der Wirtschaft wieder besser geht und der Energieschock vorbei ist, dann wird es wieder besser.“

Der Oberbegriff für Reisemobile und Wohnwagen (Caravans) ist Freizeitfahrzeuge - deren Anzahl hat sich laut CIVD-Angaben von 2015 bis 2025 verdoppelt. Das Wachstum fand allerdings bei Reisemobilen statt, die Anzahl der Caravans stagnierte. Aktuell sind in Deutschland rund 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen.

Das Interesse an Caravaning sei weiterhin groß, sagte der Verbandsvertreter. „Wir haben eine emotionale Klientel, die an ihrer Reiseform hängt - wir bauen nur einfach zu gute Produkte, die gehen nicht kaputt, es gibt keinen Bedarf, etwas auszutauschen“, sagte Onggowinarso.

Eine Viertelmillion Menschen werden beim Caravan Salon erwartet

Bei dem am 28. August startenden Caravan Salon präsentieren sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 830 Aussteller. Damit sei der letztjährige Rekordwert von 810 übertroffen, sagte Stefan Koschke von der Messe Düsseldorf. Caravaning sei längst keine Nische mehr, das Thema sei vielmehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Im vergangenen Jahr strömten 269.000 Menschen in die Messehallen - der Besucher-Höchstwert von 2019 wurde damit knapp verfehlt. Für dieses Jahr gab Koschke das Ziel von mindestens 250.000 Besucherinnen und Besuchern aus. Es gehe gar nicht so sehr um eine möglichst hohe Anzahl von Besuchern, sondern um das echte Kaufinteresse von Besuchern. „Wir wollen Käuferklientel ansprechen - darauf zielt unser ganzes Marketing, unser ganzes Tun.“ Die Besucher sollten zu Konsumenten werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.