Energieinfrastruktur
Deutschland hilft Ukraine mit 250 Millionen für Reparaturen

Fabian Sommer/dpa
Das von Katherina Reiche geleitete Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kündigt weitere Mittel zur Reparatur ukrainischer Infrastruktur an. (Archivbild)
Deutschland beteiligt sich mit weiteren 250 Millionen Euro an den Kosten für akute Reparaturarbeiten in der ukrainischen Energieinfrastruktur. Aus einem entsprechenden Fonds werden Ersatzteile und Ausrüstung finanziert. Damit solle die Energie- und Wärmeversorgung der Bevölkerung trotz anhaltender russischer Angriffe gesichert werden, hieß es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Geld wird über die KfW Entwicklungsbank zur Verfügung gestellt.
„Gerade die Energieversorgung bleibt eine Frontlinie dieses Krieges. Deshalb unterstützen wir die Ukraine beim Schutz und Wiederaufbau ihrer Energieinfrastruktur und appellieren an alle internationalen Partner für weitere Anstrengungen“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) laut Mitteilung. Man unterstütze die Ukraine gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft. „Mit ihren Energiegüter-Spenden konnten bereits 1,4 Millionen Menschen wieder mit Energie versorgt werden. Zugleich mobilisieren wir private Investitionen für den Wiederaufbau“, erklärte Reiche.
Russland hat immer wieder Kraftwerke und Energienetze der Ukraine bombardiert. Im vergangenen Winter hatten Millionen Menschen in der Hauptstadt Kiew über Wochen keine Heizung und kaum Strom.
Deutschland größter Einzahler in den Fonds
Der Ukraine Energy Support Fund hat laut Ministerium seit Beginn des Krieges vor viereinhalb Jahren bei internationalen Gebern rund 2,4 Milliarden Euro eingesammelt. Mit nunmehr 810 Millionen Euro ist Deutschland dabei der größte Einzahler. Die Beteiligung deutscher Zulieferer werde von der KfW aktiv unterstützt, schrieb das Wirtschaftsministerium.
Es betonte, die KfW werde in seinem Auftrag weiterhin bei Beschaffungen strikt auf die Einhaltung von Compliance-Regularien achten. Die Einhaltung von Corporate Governance nach etablierten Standards, insbesondere bei staatlichen Unternehmen, bilde das Fundament für die vertrauensvolle weitere Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte speziell auch der Europäischen Union zuletzt einen rigorosen Kampf gegen die Korruption in der Ukraine zugesagt.








