Grüner Wasserstoff aus Spanien

Baustart für Südeuropas größte Anlage für grünen Wasserstoff

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (M), Andalusiens Regionalregierungschef Juanma Moreno (l) und der Chef des Energieunternehmens Moeve, der Niederländer Maarten Wetselaar, haben symbolisch den Grundstein für die derzeit größte Anlage Südeuropas zur Produktion grünen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energiequellen in der Region Huelva gelegt.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (M), Andalusiens Regionalregierungschef Juanma Moreno (l) und der Chef des Energieunternehmens Moeve, der Niederländer Maarten Wetselaar, haben symbolisch den Grundstein für die derzeit größte Anlage Südeuropas zur Produktion grünen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energiequellen in der Region Huelva gelegt.

Von dpa

Das spanische Energieunternehmen Moeve hat in Palos de Frontera in Andalusien den Bau der größten Anlage für die Herstellung sogenannten grünen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energiequellen in Südeuropa in Angriff genommen. Das Projekt „Onuba“ in der Region Huelva sieht in einer ersten Phase Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro und eine Leistung von 300 Megawatt vor, mit der durch Elektrolyse von Wasser 50.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr erzeugt werden sollen. Das entspricht nach Regierungsangaben einer Einsparung von 250.000 Tonnen Kohlendioxid.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bezeichnete das Projekt als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels sowie für die energetische Autonomie und industrielle Zukunft des Landes und Europas. Die Anlage, die mit 304 Millionen Euro aus dem Aufbauprogramm „Next Generation EU“ gefördert wird, könnte laut Planung ab der Jahreswende 2027/2028 die Produktion aufnehmen. Eine leicht größere Anlage ist in Emden im Bau.

Der Strom in Spanien soll ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne kommen und der immense Wasserbedarf durch die Aufbereitung von Abwässern aus Haushalten und der Wirtschaft gedeckt werden. In einer zweiten Ausbauphase des Gesamtprojekts unter dem Namen „Andalusiens grünes Wasserstoff-Valley“ ist laut Angaben des Unternehmens eine Erweiterung der Anlage in Palos de Frontera und eine zweite Produktionsstätte in San Roque in der Provinz Cádiz ebenfalls in Andalusien geplant.

Die Gesamtleistung soll dann auf insgesamt 2.000 Megawatt steigen und eine Jahresproduktion von 300.000 Tonnen grünen Wasserstoffs ermöglichen. Spanien will diesen Wasserstoff langfristig durch Pipelines auch zu energieintensiven Industrien unter anderem in Deutschland liefern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.