Volleyball

Rote Raben Vilsbiburg entführen Punkt bei Bundesliga-Auftakt in Erfurt

Die Roten Raben Vilsbiburg verlieren ihr erstes Bundesliga-Spiel nach zweieinhalb Jahren bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 2:3, entführen aber immerhin Zählbares nach Niederbayern.

Artikel vorlesen
Amanda Cavalcanti (schwarzes Trikot) spielte stark auf, für den Sieg reichte das den Raben aber nicht.

Amanda Cavalcanti (schwarzes Trikot) spielte stark auf, für den Sieg reichte das den Raben aber nicht.

Aufsteiger Rote Raben Vilsbiburg hat gleich bei seiner Rückkehr in die 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen gepunktet. Dabei wäre sogar noch mehr drin gewesen als der eine Zähler, den die Niederbayern bei Schwarz-Weiß Erfurt entführten. Nach einer 2:0-Satzführung verließen die Raben das Parkett noch als Verlierer und unterlagen mit 2:3 (25:21, 25:19, 15:25, 18:25, 13:15). 

Das Wochenende begann für die Raben mit einer Hiobsbotschaft. Vor der Abfahrt am Freitag zog sich Brianna Green bei der letzten Aktion im Training eine Muskelverletzung zu und wird wohl einigen Wochen ausfallen. Unter der Woche hatet sich bereits Jeanette Huskic verletzt. Unbeeindruckt von diesen Nackenschlägen spielten die Raben bei ihrer Bundesliga-Rückkehr ganz starke erste zwei Sätze. Die Niederbayern hatten in der thüringischen Landeshauptstadt klare Vorteile in der Annahme und vor allem über die Mitte. Dazu führte Kapitänin Pia Fernau geschickt Regie und die Verteidigung räumte fast alles ab. Zwischendurch landete auch noch Guillermo Gallardo zwei erfolgreiche Challenges und so gewannen die Raben folgerichtig die ersten beiden Sätze mit 25:21 und 25:19. „Wir waren in dieser Phase wirklich gut, aber Erfurt war noch nicht da. Es war klar, dass nach der Pause eine Reaktion kommen wird. Da hat uns ein bisschen Erfahrung gefehlt“, beschrieb Trainer Guillermo Gallardo was folgte.

Raben verlieren den Faden

Schnell lag Vilsbiburg im dritten Satz mit 1:5 hinten. Auch weil sich die Fehlerquote erhöhte. Zudem brachte die Einwechslung von Teresa Ziegenbalg bei den Schwarz-Weißen zusätzlichen Schwung. Erfurt zog das Tempo deutlich an und die Raben mussten ein 15:25 quittieren. In Satz vier schien sich das Blatt zunächst zugunsten der Vilsbiburgerinnen zu wenden. Doch auch eine 10:5-Führung brachte keine nachhaltige Sicherheit. Erfurt übernahm das Kommando, agierte wieder wesentlich stabiler und schaffte gegen die Aufsteigerinnen den Satzausgleich (18:25). Die Entscheidung musste also im Tie-Break-Thriller fallen. Bei den Raben lief jetzt immer mehr über die starke Amanda Cavalcanti, die Gäste kämpften sich nach einem 6:9 noch auf 13:13 heran, verloren dann aber die nächsten beiden Punkte und damit auch das Match.  „Manchmal geht es ganz schnell. Ich nehme den Punkt gerne mit. Wir haben alles gegeben und wichtige Erfahrungen gesammelt“, bilanzierte Gallardo nach einem Auftaktmatch, das Lust gemacht hat auf mehr Bundesliga-Volleyball mit den Roten Raben. 

Viel Zeit, um die Wunden zu lecken, bleibt den Raben nun übrigens nicht. Die „Thüringen Woche“ geht bereits am Dienstag weiter. Ab 19 Uhr (live bei Dyn) will die Mannschaft dann beim ersten Auftritt in der heimischen Ballsporthalle den Double-Siegerinnen vom VfB Suhl einen weiteren heißen Tanz liefern. 

Rote Raben Vilsbiburg: Brodowski, Stiriz; Fernau, Kessler, Burbrink, Hatch, Clemente, Sertic de Pra, Cavalcanti, Ellis. - MVP: Lina-Marie Lieb (Erfurt) und Amanda Cavalcanti (Raben). - Zuschauer: 736.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.