Australian Open

Besser als Becker: Zverev in Melbourne im Viertelfinale

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Alexander Zverev hat bei den Australian Open souverän das Viertelfinale erreicht.

Alexander Zverev hat bei den Australian Open souverän das Viertelfinale erreicht.

Von dpa

Mit seiner bislang stärksten Leistung ist Alexander Zverev bei den Australian Open souverän ins Viertelfinale eingezogen. Auf eine Kampfansage an die Konkurrenz verzichtete der Vorjahresfinalist danach aber. „Ich werde meinen Mund geschlossen halten“, sagte Zverev nach seinem starken 6:2, 6:4, 6:4 gegen den Argentinier Francisco Cerundolo. „Um bei einem Grand Slam im Viertelfinale zu stehen, muss man gutes Tennis spielen, aber ich will es nicht kaputtmachen“, vermied Zverev klare Worte.

Dabei hätte er nach der beeindruckenden Leistung gegen Cerundolo durchaus Grund für forschere Töne gehabt. Erstmals im diesjährigen Turnierverlauf blieb der Weltranglistendritte ohne Satzverlust und steht beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison damit zum fünften Mal in der Runde der letzten Acht.

Alexander Zverev hat bei den Australian Open souverän das Viertelfinale erreicht.

Alexander Zverev hat bei den Australian Open souverän das Viertelfinale erreicht.

Das hatte in seiner Karriere nicht einmal Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker geschafft, der am Yarra River viermal im Viertelfinale stand - 1991 und 1996 aber den Titel gewann.

Davon ist Zverev noch ein ganzes Stück entfernt, die Form stimmt aber beim gebürtigen Hamburger. Nachdem er sich in den Runden zuvor stets eine Schwächephase geleistet und jeweils einen Satz abgegeben hatte, machte er das Weiterkommen dieses Mal in drei Sätzen klar. Nun geht es gegen den amerikanischen Senkrechtstarter Learner Tien, der Zverevs Angstgegner Daniil Medwedew aus Russland überraschend klar mit 6:4, 6:0, 6:3 besiegte.

„Die Form war heute hervorragend“, sagte Becker als Eurosport-Experte. „Diesen klaren Sieg haben wir so nicht erwartet. Spielerisch, auch geistig war er der deutlich bessere Mann“, sagte Becker. „So kann es weitergehen.“

Zverev zeigte gegen Cerundolo vom ersten bis zum letzten Ballwechsel eine hochkonzentrierte Leistung. Nach nur einer halben Stunde holte sich der 28-Jährige den ersten Satz und ließ damit auch die argentinischen Fans verstummen, die in der John Cain Arena versuchten, ihren Landsmann mit lauten Sprechchören zum Sieg zu treiben.

Doch viel Grund zur Freude hatte der südamerikanische Anhang nicht. Denn auch im zweiten Durchgang agierte Zverev mit beeindruckender Dominanz. Der deutschen Nummer eins gelang erneut ein schnelles Break, Zverev hatte die Partie sicher im Griff.

Dabei war die Bilanz gegen Cerundolo vor dem Achtelfinale von Melbourne negativ. Die ersten drei Duelle hatte Zverev allesamt verloren - allerdings jeweils auf dem von Cerundolo geliebten Sandplatz. Auf dem Hartplatz in der John Cain Arena fand der Argentinier dagegen zu keiner Zeit ein Mittel gegen das wuchtige Spiel von Zverev.

Nur gegen Ende des zweiten Satzes leistete sich Zverev eine kleine Phase der Unkonzentriertheit. Cerundolo verkürzte von 2:5 auf 4:5, doch mit einem Ass nutzte Zverev seinen dritten Satzball und stellte damit die Weichen auf Weiterkommen.

Im dritten Durchgang fand Zverev, der im Vorjahr im Finale in drei Sätzen gegen den Italiener Jannik Sinner verloren hatte, dann wieder zu alter Souveränität zurück. Zum 4:3 gelang ihm das entscheidende Break, Cerundolo steckte nun auf, sodass Zverev nicht mehr in Bedrängnis geriet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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