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Yamaha boykottiert Katar-Rennen - MotoGP droht mit Strafe

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Yamaha-Pilot Fabio Quartararo startet nicht in Doha. (Archivbild)

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Von dpa

Yamaha Racing verzichtet aus Sicherheitsbedenken auf einen Start beim Großen Preis von Katar in Doha am kommenden Wochenende. Der japanische Motorradhersteller begründete den Rückzug mit der Sicherheitslage im Nahen Osten. Nach einer erneuten Bewertung der Situation sehe das Unternehmen keinen ausreichenden Grund, seine konzernweiten Reisebeschränkungen zu ändern.

Die Entscheidung sei unabhängig von der MotoGP und dem Veranstalter getroffen worden, teilte Yamaha mit. Das Team wolle beim Großen Preis von Portugal vom 20. bis 22. November, dem vorletzten Rennen der Saison, wieder dabei sein. Das Finale steigt dann am Wochenende darauf im spanischen Valencia.

Yamaha ist der einzige Rennstall, der nicht in den Wüstenstaat reist. In der Konstrukteurswertung liegt Yamaha mit 105 Punkte abgeschlagen als Letzter auf Rang fünf. Spitzenreiter ist Ducati mit 537 Zählern.

MotoGP widerspricht - Konsequenzen drohen

Yamaha drohen sportliche Konsequenzen. Die MotoGP-Verantwortlichen zeigten sich enttäuscht von der Entscheidung und verwiesen auf vertragliche Verpflichtungen des Teams. Zudem widersprach die MotoGP der Einschätzung der Japaner. Nach Gesprächen mit dem Staat Katar, der Rennstrecke in Lusail, unabhängigen Sicherheitsexperten und eigenen Risikoanalysen gebe es keine Erkenntnisse, die eine Änderung der bisherigen Planung rechtfertigten.

Zudem hätten alle anderen Teams ihre Teilnahme zugesichert. Mehrere Fahrer sollen sich aber laut Berichten ebenfalls für eine Absage des Rennens ausgesprochen haben.

Die Sicherheitsbedenken stehen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Im März hatten die Formel 1 und der Automobil-Weltverband FIA bereits die für April geplanten Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien aus Sicherheitsgründen abgesagt. Hintergrund waren iranische Angriffe auf beide Länder als Reaktion auf US-amerikanische und israelische Luftangriffe.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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