Olympiasiegerinnen betroffen

Russische Turnerinnen ohne Visa für WM in den Niederlanden

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Drei Russinnen, darunter die Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa (M) und Vizeeuropameisterin Anna Kalmykowa (l), haben keine Visa für die Turn-WM in den Niederlanden erhalten. (Archivbild)

Drei Russinnen, darunter die Mehrkampf-Europameisterin Angelina Melnikowa (M) und Vizeeuropameisterin Anna Kalmykowa (l), haben keine Visa für die Turn-WM in den Niederlanden erhalten. (Archivbild)

Von dpa

Kurz vor den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam haben drei aussichtsreiche russische Athletinnen um Mehrkampf-Weltmeisterin Angelina Melnikowa keine Visa für die Niederlande erhalten. In der Begründung für die Ablehnung hieß es gemäß einer Mitteilung des russischen Turnverbands: „Einer oder mehrere Staaten des Schengen-Raums halten die Sportlerinnen für eine Bedrohung für ihre internationalen Beziehungen.“

Kein Visum erhielten neben Turn-Star Melnikowa auch die Vize-Europameisterin im Mehrkampf, Anna Kalmykowa, sowie Viktoria Listunowa, die mit Melnikowa vor fünf Jahren in Tokio Team-Olympiasiegerin wurde. Die Turn-WM beginnt am Samstag.

Schon vor der EM in Zagreb gab es Visaprobleme

Der russische Verband werde sich an das Internationale Olympische Komitee und den Weltverband für eine Bewertung der Situation wenden, hieß es. Die Titelkämpfe sollten auch als erste Etappe für die Olympia-Qualifikation 2028 in Los Angeles dienen. Weitere Sportler warten demnach noch auf eine Visaentscheidung. Vor den Europameisterschaften in Zagreb im August hatte es ebenfalls Probleme bei der Visavergabe gegeben. Melnikowa und Kalmykowa konnten letztendlich dennoch teilnehmen und Medaillen gewinnen.

Im Mai hatte der Turn-Weltverband russische und belarussische Sportler wieder zu internationalen Wettbewerben zugelassen. Die Europäische Turnunion folgte wenig später. Seitdem dürfen die Turner international wieder unter russischer Flagge antreten und bei Siegen mit russischer Hymne geehrt werden.

Die Beschränkungen gegen Russen und Belarussen waren nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 eingeführt worden. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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