Länderspiel gegen Japan
Bühl und Dallmann belohnen starke deutsche Fußballerinnen
Die deutschen Fußballerinnen haben sich für einen weiteren starken Auftritt belohnt und den nächsten Testspiel-Sieg gefeiert. Gegen Asienmeister Japan gewann die Elf von Bundestrainer Christian Wück im verregneten Bremer Weserstadion verdient mit 2:1 (1:1).
Für die DFB-Tore sorgten die groß auftrumpfenden Bayern-Stars Linda Dallmann (28. Minute) und Klara Bühl (73.). Deren Vereinskollegin Momoko Tanikawa (15.) hatte den Weltmeister von 2011 vor 26.574 Zuschauerinnen und Zuschauern zunächst in Führung gebracht.
Vier Änderungen hatte Wück im Vergleich zum 4:2 gegen Australien am Freitag in Karlsruhe vorgenommen. Marie Müller vom US-Team Portland Thorns auf rechts und Wolfsbugs Innenverteidigerin Sophia Kleinherne rückten neu in die Abwehr. Offensiv erhielten Dallmann und Stürmerin Nicole Anyomi (London City Lionesses) eine Chance. Carlotta Wamser, Janina Minge, Cora Zicai und Melissa Kössler, Doppeltorschützin gegen Australien, blieben dafür zunächst auf der Bank.
Kett und Bühl harmonieren auf links
Über weite Phasen der ersten Hälfte dominierte die DFB-Elf gegen sich weit zurückziehenden Japanerinnen. Der Ball rollte oft flott über den nassen Rasen des Weserstadions, wenn die Deutschen nach Lücken im Defensivriegel der Gäste suchten. Meist fanden sie diese, wenn das Bayern-Duo Franziska Kett und Bühl über den linken Flügel die Angriffe initiierte. So wie beim Ausgleich durch Dallmann, die den Ball nach einer Bühl-Vorlage wuchtig und präzise aus zwölf Metern unter die Latte setzte.
Die von Michihisa Kano trainierten Gäste hatten in den ersten 45 Minuten nur eine echte Chance, nutzten diese aber stark: Aoba Fujino vom englischen Meister Manchester City bediente Bayern-Toptalent Tanikawa, die im Strafraum die DFB-Innenverteidigerinnen Camilla Küver und Kleinherne mit einer flinken Bewegung narrte und halbhoch abschloss. Die erneut im Tor aufgebotene Ena Mahmutovic war gegen den satten Schuss machtlos.
Co-Trainerin Meinert: „Unheimlich schnelles Spiel“
Bühl hätte die Wück-Elf kurz vor der Pause dann in Führung bringen müssen, zielte nach einem schnellen Gegenangriff aber knapp rechts vorbei. Co-Trainerin Maren Meinert war zur Pause trotzdem zufrieden: „Ein unheimlich schnelles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte sie in der ARD. „Wir wollen auf jeden Fall gewinnen und gucken, dass wir den letzten Pass vielleicht noch ein bisschen besser spielen können.“
Den Siegplan wollte Wück in Hälfte zwei mit Minge und Kössler statt Küver und der etwas glücklosen Anyomi angehen. Einen ersten Hingucker lieferte Bühl, als sie ihrer Gegenspielerin an der Eckfahne einen Beinschuss verpasste. Das Bremer Publikum dankte es mit Szenenapplaus.
Bühl belohnt sich mit Siegtor selbst
Ganz so leicht machten es die Japanerinnen den vehement aufs 2:1 drückenden Deutschen aber selten. Der Defensivriegel hielt lange, zumal auch Torhüterin Ayaka Yamashita einmal glänzend einen Dallmann-Schuss über die Latte lenkte. In Zicai und Wamser waren für Brand und Müller zwischenzeitlich neue Kräfte gekommen.
Letztlich war es Bühl, die sich für ihren starken Auftritt selbst belohnte. Von Kössler bedient, traf die 25-Jährige mit links flach zur längst verdienten Führung. Während die DFB-Auswahl weiter munter nach vorn spielte, kam von den müde wirkenden Japanerinnen kaum noch etwas.














