Fußball-Bundesliga

Nullnummer im Stadtduell: 0:0 zwischen St. Pauli und HSV

Artikel vorlesen
Viel Kampf, wenig Spiel im Stadtderby: HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic (l) und St. Paulis Mathias Pereira Lage im Kopfballduell.

Viel Kampf, wenig Spiel im Stadtderby: HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic (l) und St. Paulis Mathias Pereira Lage im Kopfballduell.

Von dpa

Der Hamburger SV hat die Revanche im Stadtduell mit dem FC St. Pauli verpasst. Fünf Monate nach dem 0:2 gegen den Rivalen aus der Nachbarschaft in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga reichte es bei der 113. Auflage des Derbys nur zu einem am Ende gerechten 0:0.

Ein Remis, das keinem der beiden Teams im Abstiegskampf weiterhilft. Der Aufsteiger HSV hat zwar weiter fünf Punkte Vorsprung auf den Kiezclub. Doch beide Mannschaften stecken im Tabellenkeller fest.

Beide Mannschaften zeigten auch, warum es für sie in dieser Saison nur gegen den Abstieg geht. Nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte wurde es erst nach der Pause intensiver. Dabei hatte der FC St. Pauli die besseren Chancen.

Blickte vor dem Spiel skeptisch: FC St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin.
Blickte vor dem Spiel skeptisch: FC St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin.
Blickte vor dem Spiel skeptisch: FC St. Paulis Cheftrainer Alexander Blessin.
Einstimmung aufs Stadtderby: FC St. Paulis Anhänger beim Fanmarsch.
Einstimmung aufs Stadtderby: FC St. Paulis Anhänger beim Fanmarsch.
Einstimmung aufs Stadtderby: FC St. Paulis Anhänger beim Fanmarsch.
HSV-Anhänger im Anmarsch auf das Millerntor-Stadion.
HSV-Anhänger im Anmarsch auf das Millerntor-Stadion.
HSV-Anhänger im Anmarsch auf das Millerntor-Stadion.
Auch das Stadtoberhaupt ließ sich das Stadtderby nicht nehmen: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (M)
Auch das Stadtoberhaupt ließ sich das Stadtderby nicht nehmen: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (M)
Auch das Stadtoberhaupt ließ sich das Stadtderby nicht nehmen: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (M)

Vor der Partie hatten sich beide Fanlager mit jeweils einem Marsch zum Millerntor-Stadion eingestimmt. Nach Angaben der Polizei blieb es weitgehend ruhig. Die Polizei sicherte das als Risikospiel eingestufte Duell mit einem großen Aufgebot ab.

Bei Temperaturen um minus vier Grad boten beide Mannschaften in der ersten Halbzeit wenig Erwärmendes für die 29.183 Zuschauer. Der HSV erarbeitete sich im Mittelfeld ein Übergewicht, gewann dort die Mehrzahl der Zweikämpfe. Doch ganz nach vorn brachten die Gäste ebenso wenig zustande wie die Gastgeber.

Beide Teams waren erschreckend schwach. Gespielt wurde kaum, allenfalls gekämpft. Eindrucksvoll zeigten sie, warum sie neben dem 1. FC Heidenheim die ungefährlichsten Mannschaften in der Bundesliga sind. Wenn es überhaupt zu Torabschlüssen kam, waren diese harmlos - oder die Spieler standen im Abseits.

So war vor der Pause der einzige Aufreger ein rüdes Foul von St. Paulis Adam Dzwigala an HSV-Offensiv-Mann Alexander Røssing-Lelesiit (7.). Dzwigala sah Gelb, der junge Norweger spielte noch einige Minuten, musste dann aber gegen Fabio Baldé ausgewechselt werden.

Zur zweiten Halbzeit sorgten die Fans beider Lager für eine Verzögerung, als nach dem Abbrennen von Pyro dicke Rauchschwaden durch das Stadion zogen. Der HSV war nach dem Seitenwechsel zunächst weiter optisch überlegen. Doch der FC St. Pauli kam zunehmend besser ins Spiel. Durch die Hereinnahme des flinken Ricky-Jade Jones gab es mehr Zug zum Tor.

Doch die erste gefährliche Situation des Spiels überhaupt hatten die Gäste. Nach einem Eckball scheiterte HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic (54.) mit einem Kopfball an St. Paulis Torwart Nikola Vasilj. Da St. Pauli immer stärker wurde, reagierte HSV-Trainer Merlin Polzin, tauschte seinen Angriff komplett aus und brachte Robert Glatzel, Rayan Philippe und Jean-Luc Dompé.

Polzins St. Pauli-Kollege Alexander Blessin hatte zuvor den zuletzt verletzten Kapitän Jackson Irvine und den wiedergenesenden Danel Sinani für Mittelfeld-Impulse aufs Feld geschickt. Diese beiden Personalien brachten noch einmal Schwung. So scheiterte Sinani (80.) an HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, den Nachschuss verzog Louis Oppie. Zwei Minuten später war es Arkadiusz Pyrka, dessen Schuss ebenso Heuer Fernandes abwehrte. Das war's.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Folgen Sie Themen dieses Artikels:

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein Idowa

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.