FIFA-Krise

Neuendorf fordert Rote Karte für Infantino

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Auf Konfrontationskurs mit dem FIFA-Boss: Bernd Neuendorf. (Archivbild)

Auf Konfrontationskurs mit dem FIFA-Boss: Bernd Neuendorf. (Archivbild)

Von dpa

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat bei seiner Kritik an Gianni Infantino nachgelegt und die Rote Karte für den FIFA-Boss gefordert. „Wir müssen ihn vom Platz stellen“, sagte der Spitzenfunktionär in einem „Tagesspiegel“-Interview. Er werde im März nicht für Infantino stimmen.

„Gianni Infantino ist als FIFA-Chef nicht mehr tragbar. Er hat dem Fußball sehr geschadet“, so Neuendorf weiter. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) sei man sich einig: Infantino habe „jegliches Vertrauen verspielt“. An diesem Mittwoch ist ein Treffen aller 55 Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Berlin angesetzt.

Neuendorf hatte zuvor das Reform-Angebot Infantinos an die 211 Mitgliedsverbände des Weltverbandes als „durchschaubares Manöver“ bezeichnet. Es gehe dem Schweizer darum, seine Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern.

Bisher kein Gegenkandidat für Infantino

Infantino hatte zuvor auf die andauernde Kritik an seinem Führungsstil reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der FIFA angeboten. Infantino kündigte in dem Brief eine unabhängige externe Überprüfung der FIFA-Governance sowie Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse an, einschließlich der Rolle des Präsidenten.

Der 56-Jährige machte gleichzeitig klar, dass er die FIFA weiter anführen will. Von einem Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit beim Kongress im März 2027 ist nicht die Rede. Diesen fordern seine Kritiker um UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin. Einen Gegenkandidaten Infantinos gibt es bisher nicht. Bis zum 18. November müssen seine Gegner einen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl drei Monate später in Marokko aufstellen. Dann endet die FIFA-Frist.

Neuendorf: „Nicht den Bock zum Gärtner machen“

„Infantino ist seit zehn Jahren im Amt und hat eine Kultur in der FIFA etabliert, die eines grundlegenden Wandels bedarf. Wir können aber nicht den Bock zum Gärtner machen“, mahnte Neuendorf im „Tagesspiegel“. „Es kann nicht sein, dass derjenige, der die heutigen Zustände zu verantworten hat, den dringend nötigen Reformprozess steuert.“

Ende August war der Streit mit der Androhung eines Strafantrags vor Schweizer Gerichten im Zusammenhang mit den WM-Investorenplänen gegen Infantino eskaliert. Dafür wurden bei US-Gerichten Informationen über die geplanten Geschäfte angefragt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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